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November ist Movember. Dann lassen sich jedes Jahr Millionen Männer auf der Welt einen Schnauzer (englisch: Mo) wachsen, um auf das Thema Gesundheitsvorsorge bei Männern aufmerksam zu machen – und um Spenden für die Prostatakrebsforschung zu sammeln. Da macht Men¹s Health natürlich mit: 14 Kollegen schreiben hier täglich über ihre Schnauzer-Fortschritte, über Reaktionen von Frauen und Freunde und über ihre Erfahrungen mit Urologen.

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Rufus: “Es war einmal eine Prostata”

11. Nov 2012

Autor: Marco (Beiträge anzeigen)
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Redakteur Rufus: links ohne, rechts mit Prostata

Rufus: “Am leichtesten findet man die Prostata in einem Anatomie-Atlas.”

12. Movember! Als der Liebe Gott Adam und Eva erschuf, unterliefen ihm zwei Mißgeschicke, die bis heute nicht behoben sind. Erstens, die weibliche Brust neigt dazu, an Brustkrebs zu erkranken. Zweitens, die Prostata des Mannes leidet in vielen Fällen unter Prostatakrebs. Woran liegt’s? Bei beiden Organen handelt es sich um hormonabhängiges Drüsengewebe. Das bedeutet, sie entwickeln sich erst richtig unter dem Einfluß von Geschlechtshormonen. Im Fall der Prostata ist das männliche Hormon Testosteron für das Wachstum zuständig.

In der Pubertät geht das noch alles gut. Die Prostata gedeiht und übernimmt den Job, der ihrer Bestimmung entspricht. Sie produziert ein nährstoffreiches Sekret, das den Spermien nach der Ejakulation als Futterquelle dient. Die Flüssigkeit wird unmittelbar vor dem Herausspritzen beigemischt, so dass den hektisch zappelnden Samenzellen auf dem Weg durch Gebärmutter und Eileiter der Treibstoff nicht ausgeht.

Die Prostata ist zudem berührungsempfindlich und erregbar. Wenn der Mann beim Sex den Höhepunkt erreicht, zieht sie sich rhythmisch zusammen. Manche Leute bezeichnen sie sogar als Lustzentrum oder G-Punkt des Mannes. Man kann sie sich von gut ausgebildeten Damen massieren lassen. So weit, so gut.

 Doch wenn Männer älter werden, zeigt sich die Kehrseite der Lustdrüse. Sie hört nicht auf mit dem Wachsen, verstopft die Harnröhre, entwickelt bösartige Tumorzellen, und diese Zellen vermehren sich besonders stark unter dem Einfluß von Testosteron. Über 60.000 Deutsche erkranken jährlich an Prostatakrebs. Prävention in Form von Ernährung oder Sport ist zwar möglich, aber keine Garantie, dass es Sie nicht erwischt.

Deswegen helfen nur 2 Maßnahmen: beten (aber da gehen die Meinungen auseinander) und zum Urologen gehen, um herauszufinden, wie es untenrum wirklich steht. Geht hin, spätestens mit 45!

Bis die Tage, Rufus

PS. Wem dieser Prostata-Exkurs gefallen hat, der kann das gerne mit einer Spende honorieren – das Geld nimmt der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe entgegen. Vielen Dank!

Blogger des Tages: Rufus Rieder (45), Redakteur im Ressort Gesundheit & Ernährung, trug seinen bisher einzigen Schnurrbart als Student vor über 20 Jahren – damals einen nach oben gezwirbelten Kaiser-Wilhelm-Bart. Rieder will seiner aristokratischen Linie treu bleiben und dieses Mal im Stil eines französischen Barons des 18. Jahrhunderts auflaufen.

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