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November ist Movember. Dann lassen sich jedes Jahr Millionen Männer auf der Welt einen Schnauzer (englisch: Mo) wachsen, um auf das Thema Gesundheitsvorsorge bei Männern aufmerksam zu machen – und um Spenden für die Prostatakrebsforschung zu sammeln. Da macht Men¹s Health natürlich mit: 14 Kollegen schreiben hier täglich über ihre Schnauzer-Fortschritte, über Reaktionen von Frauen und Freunde und über ihre Erfahrungen mit Urologen.

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Jan: “Mein Besuch beim Uuuuhhhrologen”

21. Nov 2012

Autor: Marco (Beiträge anzeigen)
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Jan: links rasiert, rechts frisiert

Jan: “Neulich im Wartezimmer meines Urologen: Ich warte und warte und …”

21. Movember! Da sitze ich also im Wartezimmer der Urologen-Praxis und mir wird das erste Mal klar, worauf ich mich eingelassen habe. Mich übermannt die Unsicherheit. Ich versuche mich zu beruhigen: So eine Vorsorgeuntersuchung ist wichtig. Frauen müssen sich beim Gynäkologen auch in Körperöffnungen gucken lassen. Ständig.

Woher kommt bloß meine Befangenheit? Was ist denn da schon dran, wenn mich ein Arzt untersucht? Ich denke an meine Musterung, da hat auch einer mit Gummihandschuh an meinen Hoden herumgedrückt und die Sekretärin hat gelangweilt dabei zugeschaut.

„Herr Mötting“, die Sprechstundenhilfe senkt verschwörerisch die Stimme. „Frau Doktor wäre dann so weit.“ Frau Doktor? Habe ich da was übersehen? In der Tat, sie heißt Kathrin. Steht auch auf der Visitenkarte, die mir neulich mein Hausarzt in die Hand gedrückt hat. Mist. Hoffentlich ist sie alt, sehr alt. Aber ist sie dann noch auf dem aktuellen medizinischen Stand? Wäre nicht eine junge Ärztin besser? Was ist, wenn sie so alt ist wie ich? Oder jünger?

Ich fange an, mich für meine Courage zu verfluchen. Super Idee! Sich einen Schnurri wachsen lassen, über Prostatakrebs schwadronieren und dann zu merken, dass man selber seine eigenen Vorsorgetermine seit drei Jahren vor sich herschiebt. Und nur weil das in irgendeinem Artikel stand, dass man früh mit Vorsorge anfangen soll.

„Blöder Schisser“, denke ich und gehe zögernd in den Untersuchungsraum. Frau Doktor ist etwa zehn Jahre älter als ich und hat gefühlte 30 Sekunden nachdem ich „Guten Tag, mein Name ist“ gesagt habe ihren Finger in meinem Po. Die kurze Untersuchung überstehe ich jedoch problemlos. Nachträglich wundere ich mich, dass ich mir so viele Gedanken gemacht habe. Ob Herr Doktor oder Frau war im Endeffekt völlig egal und die Scham ob der nackten Tatsachen auch schnell verflogen. Der Nächste, bitte!

Wir sehen uns im Wartezimmer, Euer Jan

PS. Ich finde, mein Mut beim Urologen muss belohnt werden – gerne mit einer Spende für die Prostatakrebsforschung. Danke!

Unser Blogger des Tages: Jan Mötting (38), Artdirektor unseres Schwesterblattes Women’s Health, wurde in der Kindheit stark geprägt durch den Oberlippenbart seines Lieblings-Onkels und den ultimativen Testosteron-Balken des „Magnum“-Darstellers Tom Selleck.

 

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