Lassen Sie sich nicht in Single-Panik versetzen!

Gerade verbreitet wieder eine große Single-Studie Panik: Fast ein Drittel aller Deutschen sind Singles! Oh, Graus! Besonders betroffen: Männer unter 30!! Alarm!!! Ich zitiere:

„41 Prozent der M√§nner im Alter von 25 bis 29 Jahren sind ohne Partnerin, im Vergleich zu 29 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe.“

Ja, nun. Gro√üe √úberraschung. Ist doch klar, dass mit 25 noch nicht alle Kerle verheiratet sind. Man(n) will sich ja austoben.¬†In derselben Studie hei√üt es zudem auch, dass die Zahl der Singles bei den unter 30-J√§hrigen per se gr√∂√üer ist, sie liegt bei knapp 50 Prozent, wenn man die unter 25-J√§hrigen mitrechnet. Darum m√ľssen die 41 Prozent auch keine Angst haben, jetzt keine mehr abzukriegen, es sind noch j√ľngere Frauen da. Und es ist ja l√§ngst bekannt, dass sowohl M√§nner als auch Frauen darauf achten, dass in einer Beziehung der Mann √§lter ist als die Frau. Wenn also ein Mann von 25 Jahren eine Freundin sucht, dann eher in der Altersgruppe darunter.

So verändert sich auch das Bild, das die Statistik zeichnet: Wenn ein knapp Über-30-jähriger Mann (also aus der Gruppe der 30- bis 35-Jährigen) nach allem Austoben eine Frau sucht, findet er sie tendenziell in der Altersgruppe von 25 bis 29. Somit reduziert sich die Zahl der Unter-30-jährigen weiblichen Singles, aber nicht die der männlichen. Je älter die Menschen, desto weniger Singles. Kommt Zeit, kommt Liebe. Alles nur Zahlen und Statistiken, kein Grund zur Panik.

F√§llt Ihnen auf, dass fast alle diese Single-Studien von den gro√üen Flirt-Portalen ver√∂ffentlicht werden? Das ist schlicht Werbung durch Panikmache. Die wollen Sie blo√ü auf ihre (meist kostenpflichtigen) Bagger-Seiten locken. Warum glauben die, dass das funktioniert? Warum ist das Single-Dasein so angstbehaftet? Noch dazu bei so jungen Menschen? Ich sage: Ist doch super, dass es so viele junge Singles gibt. Das vergr√∂√üert f√ľr alle die Auswahl. Stellen Sie sich mal vor, Sie w√§ren der einzige Single in Deutschland! Wie peinlich und unpraktisch w√§re das denn? Ich bleibe dabei: Lassen Sie sich nicht durch die Werbung in Torschlusspanik versetzen, genie√üen Sie Ihr Leben, nehmen Sie was kommt – und nehmen Sie es im wahren Leben, nicht online.



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