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“Reiz des Verbotenen” wissenschaftlich nachgewiesen: Naschen und Fremdgehen knallen mehr als nur Essen und Sex

27. Nov 2012

Autor: Jens Clasen (Beiträge anzeigen)
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Reizt Sie das Verbotene?

Das geht vielen so. Und jetzt wissen wir vielleicht, warum. Einer Studie an der Northwestern University in Illinois zufolge können wir Dinge tatsĂ€chlich mehr genießen, wenn wir uns dabei schuldig fĂŒhlen. Die Wissenschaftler ĂŒberprĂŒften das am Beispiel von Schokolade, die Probanden tatsĂ€chlich immer dann besser schmeckte, wenn sie vorher darĂŒber informiert wurden, dass Schokolade dick macht und es nicht gesund ist, sie zu essen. Offenbar treibt also der Anruch des Verbotenen den Genuss-Faktor in die Höhe.

Das wĂŒrde erklĂ€ren, warum immer noch so viele Leute falsch parken oder Banken ĂŒberfallen oder fremdgehen. Die machen das nicht, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, an einen Parkplatz, Sex oder Geld zu kommen. Die machen das, weil es ihnen Freude bereitet, etwas Verbotenes zu tun. Die sind letztlich Opfer ihrer Genuss-Sucht. Alles Lustmenschen, Genießertypen, SchuldgefĂŒhlsmenschen.

Was mache ich jetzt daraus? NatĂŒrlich will ich mein Leben auf höchstem Niveau genießen, und Ihnen gönne ich das auch. Aber sollen wir nun deswegen alles nur noch bis ĂŒber die Grenzen des Erlaubten hinweg genießen? Nur noch von geklautem Geld leben, nur noch die Frauen der Nachbarn verfĂŒhren – und dabei immer schön die Karre in deren Vorgarten abstellen? Da entsteht auf Dauer eine Nation der GrenzĂŒberschreiter, deren Grenzen sich durch Dauerstrapaze immer weiter ausdehnen, bis sie gesprengt werden. Chaos, Anarchie und Fettleibigkeit wĂ€ren die Folge – dafĂŒr gĂ€b’s nie mehr Parkplatzprobleme. Hmm.

Es gibt noch ein anderes Problem. An einer Stelle funktioniert die Theorie ĂŒberhaupt nicht: Wenn ich Sport treibe, habe ich ĂŒberhaupt keine SchuldgefĂŒhle, niemandem gegenĂŒber. Wie bekomme ich die? Ich will schließlich auch beim Training ein schlechtes Gewissen, damit sich mein Sport-High noch geiler anfĂŒhlt. Soll ich mir jetzt einen Jammer-Coach suchen, der mir beim Sport ein schlechtes Gewissen einredet, weil ich wieder viel zu viele Kalorien verbrannt habe? Soll ich dicke Menschen beauftragen und bezahlen, damit sie mich als “Spalter” beschimpfen und ausbuhen, wenn ich vorbeilaufe? Am besten wĂ€re ein SMS-Service, der mich stĂŒndlich mit Nachrichten zuballert, was ich fĂŒr ein mieser Dreckssportler und Kalorienverbrenner bin. Aber fĂŒhle ich mich dann hinterher beim Duschen wirklich NOCH besser?

Ach, ich geb’s auf. Es wird nichts mit dem Reiz des Verbotenen. Also wĂ€hle ich lieber den Kick des Erlaubten. Der hat den Vorteil, einigermaßen unendlich reproduzierbar zu sein, ungestört durch Gerichtsverfahren, GefĂ€ngnisstrafen oder Scheidungskriege. Und mal ehrlich, Jungs: So oft wie wir trainieren, schaffen wir es doch gar nicht, wegen so einem blöden StĂŒck Schokolade ein schlechtes Gewissen zu haben.

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