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Die armen Dicken dürfen bald nicht mehr so dick sein wie die reichen Dicken – zumindest in England

04. Jan 2013

Autor: Jens Clasen (Beiträge anzeigen)
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Die westliche Welt ist zu fett, und sie wird immer fetter. Auch wenn ein bisschen Übergewicht nicht schlimm ist – richtig, richtig fette Menschen belasten durch vielerlei gewichtsbedingte Erkrankungen (Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme) die öffentlichen Kassen. In Großbritannien, wo 17 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen als krankhaft übergewichtig gelten (Deutschland: 16 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen), wird darum nun der Vorschlag diskutiert, man solle zu dicken Sozialhilfeempfängern die Zuschüsse kürzen, wenn sie nicht einen rigiden Sport- und Ernährungsplan befolgen.

Wer es zynisch betrachtet, möchte sagen, für die Behörden ist das eine klassische win-win-Situation: Entweder die armen Dicken nehmen durch Sport ab – oder weil sie schlicht kein Geld mehr für etwas zu essen haben. Früher nannte man so etwas aushungern. Es bleibt zu hoffen, dass hierzulande niemand auf die Idee kommt, das nachzumachen.

Denn auch wenn ich kein Fan von Fettleibigkeit bin, wirft dieser Vorschlag eine Menge Fragen auf. Die wichtigste: Was kürzen sie den reichen Dicken, wenn die keinen Sport machen? Haben dann nur noch Wohlhabende das Recht auf Wohlbeleibtheit? Was ist speziell mit dicken Politikern? Auch eine interessante Frage: Welche unterstützenden Maßnahmen gibt es, bevor die Stütze gestrichen wird? Werden unwillige Dicke per Polizeieskorte zum Training begleitet? Und wie werden die sich unausweichlich häufenden Fälle von Mundraub gehandhabt? Bekommen Unverbesserliche eine elektronische Fress-Fessel?

Nein, nein, das funktioniert so nicht. Anstatt sich in Zwangsmaßnahmen zu ergehen, sollten die werten Zukunftsgestalter aus der Politik lieber für eine anständige Kennzeichnung von Dickmacher-Lebensmitteln sorgen, sie sollten sich mehr um die Aufklärung über Ernährung schon in den Schulen bemühen, kostenlose und attraktive Sportkurse für alle anbieten, finanziert durch eine hohe Kaloriensteuer auf Schoko-Riegel und zuckerhaltige Limonaden – und das Lesen von Men’s Health und Women’s Health zur Bürgerpflicht erklären. Das würde die Zahl der Adipositaspatienten langfristig genügend reduzieren. Dann muss hoffentlich kein Dicker mit dem Polizeiwagen zum Fitness-Studio gekarrt werden.

 

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