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Wir wollen XL-Arme
26 Arme, 12 Wochen. Im Selbstversuch trainieren sich 10 Men’s Health-Mitarbeiter dicke Arme an. Ihre eisenharten Erfahrungen gibt’s hier
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Wir wollen XL-Arme - 10. Sep 2008
Eintrag von Marco D: "Sag mal, wie lange geht denn der Quatsch noch", fragte mich gestern meine Freundin. "Aus! Aus!
MEHREintrag von Marco D: "Sag mal, wie lange geht denn der Quatsch noch", fragte mich gestern meine Freundin. "Aus! Aus! Aus und vorbei!", platzte es da aus mir heraus. Denn die Challenge ist geschafft. Endlich! Während meine Kollegen noch ihre Wunden lecken oder ihren muskelgestählten Antlitzen in Spiegeln und Schaufenstern zuzwinkern, kann ich endlich die Hanteln in den Keller stellen und Resümee ziehen. Zur Erinnerung: Hinter mir liegen 12 Wochen Oberarmtraining mit Heimgeräten abzüglich einer urlaubsbedingten Zwangspause von 3 Wochen. Die wichtigsten Erkenntnisse:
1. Zu Hause ist es nicht am schönsten
Heimtraining hat klare Vorteile: Man fällt morgens aus dem Bett, streift sich ein paar Klamotten über und schlurft zu seinen Hanteln. An- und Abreise zum und vom Fitnessstudio sowie etwaige Wartezeiten an Geräten oder Hantelbänken entfallen. Das spart zwar sehr viel Zeit, ist aber dennoch wenig effektiv. Denn in den eigenen vier Wänden korrigiert einen niemand bei den Übungen. Wer nicht zufällig in einem Spiegellabyrinth wohnt, wird kaum wissen, ob er die Bewegung korrekt durchführt. Auch sind motivierende Worte eines Trainingspartners nicht zu unterschätzen. In einer Gruppe würde man kaum den Satz verkürzen, wenn der Teekessel pfeift. Zu Hause fehlt jene Unterstützung leider völlig. Stattdessen gibt’s mitleidige oder spöttische Kommentare der Lebensabschnittsgefährtin.
2. Besser mehrere Eisen im Feuer
Mit einer begrenzten Anzahl von Gewichten wird insbesondere Pyramidentraining zur Nervenprobe – für einen selbst und die Nachbarn. Nach jedem Satz muss alles umgeschraubt werden. Dabei erweist sich Holzboden als besonders lärmleitend. Die WG unter mir hat mich mehrmals gefragt, wann ich denn umziehe und ob sie helfen können. Das mit dem Hanteltraining haben sie, glaube ich, nicht richtig verstanden und verabschiedeten mich mit: „Sag einfach Bescheid, wenn du Hilfe brauchst.“ Fazit: Entweder mindestens ein Dutzend Hantelscheiben besorgen oder im Fitness-Studio anmelden.
3. DĂĽnner Arm ist schnell dick
Erstaunlichstes Ergebnis: Die Oberarmmuskulatur wächst verdammt schnell. In der kurzen Zeit ist mein Bizepsumfang um mehrere Zentimeter angewachsen. T-Shirts und Polohemden spannen jetzt – zumindest an den Armen. Aber genau da liegt auch das Problem: Die Arme sind zwar muskulös, passen aber nicht so recht zu weniger definierten Regionen wie Brust und Bauch. Dicke Arme treffen Hühnerbrust. Da werde ich in nächster Zeit nachbessern müssen. Weiteres Problem: Wegen mangelnder Motivation (siehe Punkt 1) habe ich mich in Sachen Ernährung nicht immer an den Plan gehalten. Mit dem Ergebnis, dass mein Oberarm nicht perfekt definiert ist. Zwischen Haut und Muskel hat sich das ein oder andere Bier plus Bratwurst geschoben.
Nun ist "der Quatsch" also vorbei, was wohl auch meine Freundin freuen dürfte. Schließlich wird sie jetzt morgens nicht mehr vom Hantelgeklapper geweckt. Das Ergebnis findet sie auch recht ansehnlich. Sätze wie „Hey, das sieht eigentlich ganz gut aus“ hörte ich in den letzten Wochen allerdings genau ein Mal. Hätte es diese Unterstützung von Beginn an gegeben, wer weiß, was alles möglich gewesen wäre?
Bis zur XXL-Beine-Challenge,
Euer Marco
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Wir wollen XL-Arme - 03. Sep 2008
Ohne Belohnungen hätte ich es nicht geschafft
Eintrag von Arndt Ziegler: „Meinst Du nicht, dass es uns demotiviert, wenn Du Dir hier das Eis reinhaust, während wir auf alles Leckere verzichten?“ Rrrrums, dieser Satz eines
MEHREintrag von Arndt Ziegler: „Meinst Du nicht, dass es uns demotiviert, wenn Du Dir hier das Eis reinhaust, während wir auf alles Leckere verzichten?“ Rrrrums, dieser Satz eines Kollegen saß. Das Schlimme: Er hat Recht. Von meiner Anfangs-Euphorie mit dem Ziel XXL-Arme ist bei mir nicht mehr viel übrig. Den Ernährungsplan ignoriere ich immer häufiger, die Trainingseinheiten werden immer kürzer, die Anfeuerungen für meine Kollegen ebenso. Jetzt, da unsere Dicke-Ärmel-Challenge auf die Zielgerade biegt, muss ich mir die Frage stellen: Bin ich gescheitert?
Die Antwort fällt ambivalent aus. Auf der einen Seite sind meine anfangs dĂĽnnen Ă„rmchen nicht unbedingt dicker, aber durchaus ausdefinierter geworden. Auf der anderen Seite habe ich es, was die Ernährung angeht, ganz schön schleifen lassen. Ich habe es nicht geschafft, komplett auf Leckereien oder SĂĽĂźes zu verzichten. Ich denke mir zwar, dass ich schon längst gar nicht mehr dabei wäre, hätte ich mir diese „Belohnungen“ nicht ab und zu gegönnt. Aber genauso hat mein Kollege natĂĽrlich Recht, wenn er mir unkollegiales Verhalten vorwirft. Wie auch immer, dieser kleine „Anschiss“ hat mich jedenfalls wach gerĂĽttelt: FĂĽr den Endspurt nehme ich mir vor, noch einmal alles zu geben, hart zu trainieren, meine Trainingspartner zu unterstĂĽtzen…und vor allem auf die Kalorienbomben am Arbeitsplatz zu verzichten.
Insgesamt kann ich abschließend sagen, dass ich die Anforderungen der Challenge unterschätzt habe. 12 Wochen Armtraining (zeitaufwendig, schwierig in den Arbeitsalltag zu integrieren) plus eine komplette Ernährungsumstellung – der allerletzte Biss, das alles durchzustehen, hat bei mir gefehlt. Trotzdem bereue ich meine Teilnahme nicht, da mir das Training mit meinen Kollegen Spaß gemacht hat, das Teamgefühl innerhalb der Redaktion gestiegen ist. Damit das so bleibt, bleibt das Eis ab sofort im Kühlschrank.
Euer Arndt
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Wir wollen XL-Arme - 02. Sep 2008
Eintrag von Felix Zenker: Nächste Runde – Der zweite Mesozyklus läuft, in meinem Fall verbunden mit neuen Übungen, die das Training abwechslungsreicher machen.
MEHREintrag von Felix Zenker: Nächste Runde – Der zweite Mesozyklus läuft, in meinem Fall verbunden mit neuen Übungen, die das Training abwechslungsreicher machen. Trotzdem bleiben die einzelnen Trainingseinheiten schön kompakt, da ich jeweils die Konzentration auf drei Muskelpartien lege und kein Ganzkörpertraining durchziehe.
Ich merke deutlich, wie sich die recht langen Phasen der Trainingspause für einzelne Muskeln positiv auf meine Leistungsfähigkeit auswirken, verbunden mit mehr Energie, dank der verbesserten Nahrungszufuhr.
Scheinbar nimmt die Umwelt erste Anzeichen einer leichten Veränderung, so meine Freundin, die mir mehr Kompaktheit zuschreibt, dass motiviert natürlich stark! So dass ich schon heiss auf den späteren Gang ins Studio bin und heute wieder bei jeder Übung an die Schmerzgrenze gehen werde.
In drei Wochen gehe ich ein paar Tage Segeln und ich hoffe, dass es dort den Jungs auffällt, dass ich etwas zugenommen habe. Das wird mein nächster Check.
Euer Felix
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Wir wollen XL-Arme - 02. Sep 2008
Eintrag von Markus Stenglein: Nur noch eine Woche, dann ist die XXL-Challenge vorbei — das Ergebnis?
MEHREintrag von Markus Stenglein: Nur noch eine Woche, dann ist die XXL-Challenge vorbei — das Ergebnis? Wird natĂĽrlich nicht verraten, Sie sollen sich ja die kommende April-Ausgabe kaufen. Aber so viel steht fest: ich fĂĽhle mich besser, gehe aufrechter und habe einen enormen Kraftzuwachs in den Armen erzielt. Was das fĂĽr Vorteile mit sich bringt? Meine Zeit ĂĽber 50 Meter Freistil ist um drei Sekunden besser geworden und die Polohemden (und die Oberarme) schlabbern nicht mehr.
Auch wenn es meine Kollegen kaum glauben können: mir hat das Training richtig SpaĂź gemacht, weil die 60 Minuten Powerliften fĂĽr mich pure Freizeit sind. Und weil die Fortschritte mich motiviert haben. Von mir aus könnte kommende Woche die nächste Challenge losgehen — Björn: wolltest Du nicht die Aktion "Wer bekommt am schnellsten ein breites Kreuz?" vorschlagen?
Falls ja, ich bin dabei! Los geht’s!
Beste GrĂĽĂźe,
Markus
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Wir wollen XL-Arme - 28. Aug 2008
Endlich wieder ein richtig fieser Muskelkater
Beitrag von Thomas: Ich habe eine Woche Trainings-Pause gemacht.
MEHRBeitrag von Thomas: Ich habe eine Woche Trainings-Pause gemacht. Mein Gewissen hat das schwer belastet, aber die Einladung zu einer dreitägigen Hochzeit und diverse andere Aktivitäten haben es nicht zugelassen, ein Fitnessstudio von innen sehen zu können. Und unterwegs fehlte mir ohnehin die Motivation, Sport zu machen. Das bin ich auch gar nicht gewöhnt.
Ich möchte nicht schlapp zwischen StĂĽhlen hängen, ich will mich in eine Kraftmaschine pressen und Eisen stemmen. Das muss scheppern und krachen! So sehr ich mich wegen meiner Faulheit auch vor mir selbst schämte, so gut tat die Zwangspause meinen Armen. Während der letzten Trainingseinheiten waren meine Unterarme einfach durch. Da ging nicht mehr viel auĂźer Schmerzen. Besonders schlimm beim Bizepstraining war’s genau dann, wenn ich den Satz beendet hatte und die Gewichte loslassen musste. Das bedeutete natĂĽrlich auch, dass ich nicht mehr so viel schaffte und mich gerne um die eine oder andere Wiederholung drĂĽckte. Auf Dauer wurde das recht unbefriedigend.
Gestern morgen ging es nun endlich wieder los. Morgens Tasche mit Sportsachen schnappen und in aller herrgottsfrüh ab ins Fitnessstudio. Wenn ich meinen Körper so betaste, muss ich auch sagen, dass es dringend nötig ist. Ich fühle es ganz deutlich: Meine Arme sind dünner und schlaffer geworden. Das sieht nicht aus! Blanker Horror. Aber schon nach den ersten Bizeps-Sätzen kommt das Blut zurück in die Arme geschossen und ich beruhige mich langsam wieder. So viel Zeit habe ich gar nicht verloren. Das kann ich im kameradschaftlichen Wettkampf mit meinen Kumpels, wer am Ende die dicksten Arme hat, noch aufholen.
Und mit meiner neuen Power sowieso. Meine Arme haben sich nämlich auch gut erholt. Keine Schmerzen mehr beim Ablassen der Gewichte. Und heute morgen das Beste: Ich habe endlich wieder einen richtig fiesen Muskelkater. Schön, wenn ich meinen Körper, auch wenn es weh tut, deutlich spüren kann. So macht das Training wieder Spaß!
Euer Thomas
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Wir wollen XL-Arme - 22. Aug 2008
Eintrag von Marco Demuth: Gute Vorsätze sind was für Angeber. Ja genau, diese bittere Erkenntnis musste auch ich machen.
MEHREintrag von Marco Demuth: Gute Vorsätze sind was für Angeber. Ja genau, diese bittere Erkenntnis musste auch ich machen. Als ich vor über einem Monat meinen lang herbeigewünschten Sommerurlaub Richtung Asien antrat, war noch nichts von diesem Zweckpessimismus zu spüren. „Urlaub hin oder her, das Training geht vor“, tönte es da noch laut. So ein paar Curls und Dips zwischendurch, das kann ja wohl kein Problem sein. War es aber doch. Also habe ich vor einer Woche wieder bei Null angefangen.
Workout im Urlaub – die Theorie
An guten Tipps hat es nicht gemangelt: Da niemand zentnerschwere Hanteln in den Reiserucksack steckt, soll es ja gut funktionieren, Bizepscurls mit Wasserflaschen durchzuführen. Problem: Selbst 2-Liter-Behälter sind einfach zu leicht und Gallonen zu unhandlich. Außerdem: Wer schleppt schon ständig zwei große, leere Wasserflaschen mit sich rum? Genau. Keiner.
Liegestützen und Dips am Bett oder zwischen zwei Stühlen lassen sich fast überall durchführen. Allerdings wird hier hauptsächlich der Trizeps trainiert, während dem Bizeps langsam die Luft ausgeht. Soweit die Theorie. Dummerweise waren mir nach anderthalb Wochen die fremdländischen Eindrücke wichtiger als diejenigen, die meine Armmuskeln im T-Shirt hinterlassen. Daher musste das Training mangels Motivation ins thailändische Wasser fallen. Popeye ade, willkommen Charlie Brown.
Dafür darf ich jetzt viele schöne Erfahrungen noch einmal erleben. Das überflüssigste Workout-Déjà -Vu: Haare waschen nach dem Training gleicht wieder einem übermenschlichen Kraftakt. Die dürren Biester sind schwer wie Blei. Zudem waren alle Hantel-Gewichtsmarkierungen obsolet. Stattdessen musste ich wieder die kleinen Scheiben aus dem Keller holen. Um meine muskelbepackten Mitstreiter wieder einzuholen, heißt es jetzt beißen. Und da wäre er wieder: Der nächste gute Vorsatz.
Euer Marco
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Wir wollen XL-Arme - 14. Aug 2008
Arm dran – die Top 5 der Hass-Typen im Fitness-Studio
Eintrag von Björn Krause: Tut mir leid, ich muss mir hier jetzt mal etwas Luft machen. Kennt ihr diese Typen, die einem das Training vermiesen können?
MEHREintrag von Björn Krause: Tut mir leid, ich muss mir hier jetzt mal etwas Luft machen. Kennt ihr diese Typen, die einem das Training vermiesen können? Hier sind meine Top 5 Hass-Typen
Platz 5: Der Schwätzer
Der Kabelzug ist seit mindestens 20 Minuten besetzt und ich habe deswegen bereits andere Übungen vorgezogen. Aber ich mag es nicht, andere Übungen vorzuziehen. Erst recht dann nicht, wenn ich bei den Besetzern keine Transpiration sehe sondern Konversation höre. Die quatschen! Und weil das im Stehen offensichtlich zu anstrengend ist, haben die beiden mal eben zwei Plätze am Kabelzug belegt. Herrgott noch mal, wir sind hier in einem Fitness-Studio und nicht in einem Debattierclub. Erst nach etwa 35 Minuten erbarmen sich die beiden, stehen auf und gehen in die Sauna – vielleicht kommen sie ja da ins Schwitzen.
Platz 4: Der Poser
Ja, die Spiegel sind natürlich dazu da, dass man hinschaut. Aber in erster Linie sind sie doch bitteschön dafür da, dass man die Übungen sauber ausführen kann – weil man sieht, wie es um die Haltung steht. Klar, ich gucke auch mal zwischen den Sätzen rüber, um zu schauen, ob mein Bizeps gewachsen ist. Das kann ja durchaus motivierend sein. Aber erstens mache ich das nicht ununterbrochen, zweitens versetze ich mich nicht in die Doppelbizeps-Schwarzenegger-Pose und drittens BEHALTE ICH MEIN T-SHIRT AN!
Platz 3: Der Physiker
Schwarze Löcher, Einstein hat nie an sie geglaubt. Ich habe neulich eines in der Umkleidekabine gesehen. Es war behaart und gehörte einem nackten Mittvierziger, der sich breitbeinig bückte als ich neben ihm auf einer Bank saß. Das blanke Entsetzen! Die Gravitation seinerseits war so groß, das ich durch die muskulöse Manschette, die den korrekten Verschluss des Enddarms ermöglicht, fast bis zu seiner Speiseröhre schauen konnte. Wenigstens meine Fluchtgeschwindigkeit am Ereignishorizont war in diesem Moment auf jeden Fall höher als die Lichtgeschwindigkeit.
Platz 2: Der Cowboy
Auch er bewegt sich im Outlaw der Umkleidekabine. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er nackt auf Toilette geht, nackt auf die Waage steigt und vor allem nackt vor dem Spiegel steht, um sich nach dem Duschen im Spreizschritt und beidhändig mit zwei Föns (!) sein Lasso und die Satteltaschen trocken zu pusten. Yihaaa, was für ein Showdown! Warum Billy McFit dafür nicht, wie andere Menschen auch, ein Handtuch benutzt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich mit nassen Haaren nach Hause fahre.
Platz 1: Der Raketenmann
Ich stehe unter der Dusche und höre Geräusche, die hier nicht hingehören. Es sind Laute als würde jemand krampfhaft versuchen, ein Stück Fisch, das sich in der Speiseröhre verkeilt hat, herauszuhusten. Offensichtlich vergeblich. Ich weiß wie das Heimlich-Manöver funktioniert also sprinte ich sofort auf die andere Seite der Dusche. Aber dort steht niemand mit einem blau angelaufenen Gesicht. Niemand, der seine Hände in Todesangst um den eigenen Hals geschlungen hat. Vielmehr steht dort ein Kerl, der einen Finger auf ein Nasenloch drückt, tief Luft holt und grünen Schnodder quer durch die Nasszelle schnäuzt. Spätestens jetzt danke ich meiner Oma für ihr letztes Weihnachtsgeschenk: Badelatschen.
Euer Björn
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Wir wollen XL-Arme - 11. Aug 2008
Nach 7 Wochen habe ich es getan. Zweimal
Eintrag von Marc Weinreuter: Nach 7 Wochen, 245 RĂĽhreiern, 7 Kilogramm Thunfisch, 15 kg Putenfleisch und 210 Litern Wasser habe i
MEHREintrag von Marc Weinreuter: Nach 7 Wochen, 245 Rühreiern, 7 Kilogramm Thunfisch, 15 kg Putenfleisch und 210 Litern Wasser habe ich es getan. Zweimal. Ich habe gesündigt. Und das riesengroße Werbebanner meiner Lieblingseiscreme, das die von der Videothek gegenüber (extra für mich) aufgehängt haben, hat gewonnen! 2 Becher á 500 ml feinstes Speiseeis habe ich verschlungen. Mit Genuss! Und dabei hatte ich nicht einmal ein schlechtes Gewissen. Kein Bisschen!
Denn indem ich mir etwas Leckeres gegönnt habe, holte ich mir meine Motivation zurück, die in den letzten Tagen ziemlich angekratzt war. Ich hatte ziemlich schlechte Laune, war antriebslos und wusste auch nicht mehr, warum ich mir das Ganze überhaupt antue. Kein Wunder bei dem einseitigen Ernährungsplan! Natürlich sollten derartige Eskapaden nicht zu oft vorkommen, sonst wirkt die Kohlenhydrat-Bombe kontraproduktiv.
Aber sehr dosiert eingesetzt und mit einer ausgiebigen Joggingrunde danach, hat das bei mir sehr gut geklappt. Dadurch verschwand der aufgestaute Druck und das Gefühl, ständig etwas zu verpassen, ist ebenfalls weg. Diese mentale Hochphase hat natürlich auch Auswirkungen auf meinen Körper. Die Muskeln wachsen ordentlich und diese Vorfreude auf eine leckere Belohnung lässt mich noch härter trainieren als zuvor.
Ă€ propos trainieren: Mittlerweile bin ich zum „Mischtyp“ mutiert. Will heissen: Ich trainiere immer noch zu Hause – und zusätzlich einmal die Woche im Studio. Denn mit andere Leuten zu schwitzen und Eisen zu stemmen geben mir einen weiteren Motivationskick. Denn unter Gleichgesinnten trainiert sich´s immer noch am Besten! Zudem bietet mir die Mischung aus Home- und Studiotraining eine breitere Auswahl an Ăśbungen.
Euer Marc
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Wir wollen XL-Arme - 07. Aug 2008
Ich glaub ich guck nicht richtig…
Von Kim Hendrik: Ehrlich gesagt war ich am Anfang unserer Challenge schon ein wenig skeptisch – zumindest, dass was den sichtbaren Erfolg in dem doch relativ kurzen Zeitraum betraf.
MEHRVon Kim Hendrik: Ehrlich gesagt war ich am Anfang unserer Challenge schon ein wenig skeptisch – zumindest, dass was den sichtbaren Erfolg in dem doch relativ kurzen Zeitraum betraf. Aber ich hatte mich getäuscht, denn nach fast zwei Monaten „Bizeps-Berend-Powertraining“ und ausgeglichener Ernährung wurde ich nun eines Besseren belehrt. Die ersten Erfolge sind langsam sichtbar.
Das vergangene Wochenende war für mich einfach großartig. Ich habe meine Eltern in dem fernen Brüssel, Belgien besucht. Nach der 9-stündigen Zugfahrt stand ich nun müde und erschöpft mit meinem Gepäck vor dem Brüsseler Hauptbahnhof Brüssel-Midi. Als meine Familie an dem vereinbarten Treffpunkt erschien, war die erste Reaktion meiner Mutter: „Man du siehst so erholt und fit aus. Hast du etwa zugenommen?“ Volltreffer! Endlich fällt jemandem auf, was ich meinen Armen seit fast zwei Monaten antue. Auch wenn es bisher nur meiner Mutter aufgefallen ist, stolz bin ich trotzdem. Jetzt weiß ich wenigstens, dass sich das anstrengende Training, die bewusste Ernährung und der ganze Schweiß lohnen. Das war einfach die Bestätigung weiterzumachen und durchzuhalten. „Ja findest du? Wie kommst du denn darauf?“, fragte ich sie. „Na, ich finde, dass dein T-Shirt ganz schön spannt.“ Mit einem sehr breiten Grinsen stieg ich ins Auto ein.
Mittlerweile finde ich selbst, dass meine Arme auf jeden Fall fester und auch härter geworden sind. Insbesondere ist mir das aufgefallen, nachdem ich vom „Heimtrainierer“ zum „Studiogänger“ gewechselt bin. Nach wenigen Trainingseinheiten im Studio sah ich bereits heftige Unterschiede im Vergleich zum Heimattraining. In der ersten Zeit habe ich wie die anderen Challenger: Jan M., Oli B. oder Martin L. zunächst zu Hause trainiert. Doch seit Mitte Juli trainiere ich im Studio. Ich persönlich finde, dass man dort einfach motivierter und mit mehr Ehrgeiz und Elan an die Sache rangeht. Zu Hause war ich meist abgelenkt von Musik, Fernsehen und den schon seit Wochen andauernden Bauarbeiten im Treppenhaus.
Besonders ungewohnt ist natürlich die Veränderung, die unmittelbar nach einer Trainingseinheit in der Oberarmmuskulatur stattgefunden hat. Nachdem ich meine Scott-Curlübungen mit der Langhantelstange auf der Bank durchgeführt habe, schleppe ich nun immer zwei ballonartige Oberarme mit mir rum. Als ich die Dinger im Spiegel gesehen habe war ich zunächst erschrocken: „Ich glaub ich guck nicht richtig! Geht das denn auch wieder weg?“
Hang on challengers!!
Viele GrĂĽĂźe Kim Hendrik
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Wir wollen XL-Arme - 05. Aug 2008
Die Hantel sagt einfach nichts – nie
Beitrag von Markus Stenglein: Zugegeben, es gibt kommunikativere Sportarten als Hanteltraining.
MEHRBeitrag von Markus Stenglein: Zugegeben, es gibt kommunikativere Sportarten als Hanteltraining. Auch wenn man beim Training derbe flucht, Schweiß spuckt und laut stöhnt – die Hantel sagt nichts. Nie. Im schlimmsten Fall regt sie sich nicht einmal.
Wahrscheinlich ist diese einseitige Kommunikation auch ein Grund, dass alle Männer beim Workout immer so fies gucken und stets Stöpsel im Ohr haben. Okay, ich bin da nicht viel anders. Schließlich bin ich im Studio um zu trainieren. Quatschen kann ich ja mit meinem Kumpel.
Und falls mal ein Gespräch im Studio zustande kommt, dann läuft das Szenario zum Beispiel so ab: Ich liege unter der einzigen Multipresse und absolviere meine letzten Wiederholungen im EngbankdrĂĽcken und fluche vor mir her. "Huarrr…, damm’ bitch…,14…, arghhh, fuckin’…, 15, aaaahh!". Innerhalb der Diskretionszone, also unmittelbar am Kopfende, steht dann schon meist ein anderer Pumper und tippelt nervös von einem FuĂź zum anderen. Da könnte ich ausrasten und wĂĽrde am liebsten die Langhantel nach hinten werfen, aber die ist ja leider in der Multipresse fixiert. Er, kaum verständlich: „Letzter Satz?“. Ich: „Ja, kannst ran“. Das war’s. Kein „Danke“, kein „Bitte“.
Aber ein Gespräch unter Sportler sollte anders ablaufen – so kenne ich das aus anderen Disziplinen. Also habe ich mir ab jetzt vorgenommen, im Studio freundlich zu sein. Und das Beste: es funktioniert. Als ich letztens an der Multipresse angestanden habe (mit diskretem Abstand), und der Typ vor mir mit dem Gewicht kämpfte, habe ich mich kurz als Spotter angeboten und geholfen. Er hat sich gefreut und bedankt, weil er so seine Muskeln maximal reizen konnte. Das hat keinen langen Satz meinerseits gebraucht, sondern lediglich etwas Überwindung.
Also, seien auch Sie im Fitness-Studio etwas offener – denn letztendlich eint uns eine Eigenschaft: die Freude am Sport. Teilen Sie sie.
Rock on, Markus





































