Heft 05/2012
Inhalt | Abo | Shop

Jetzt am Kiosk

Fitness, Sport, Workouts & Training

Fitness
Fitness Health Food Men's Diet Love Style Tech Life Community
BLOG

HIER BERICHTEN UNSERE BLOGGER

  • Svens Shanghai-blog

Svens Shanghai-blog

Shanghai – Metropole, Faszination, Wachstum und Kultur. Shanghai-Experte Sven berichtet ĂĽber das Leben eines Hamburger Studenten in Shanghai

zur Übersicht | alle Blogs

Svens Shanghai-blog - 01. Jun 2008

Ich bin dann mal weg!

Leider wird dieses schon mein letzter Beitrag werden, denn meine Uni neigt sich dem Ende zu und nach den letzten PrĂĽfungen in diesen Wochen, wer

MEHR

Leider wird dieses schon mein letzter Beitrag werden, denn meine Uni neigt sich dem Ende zu und nach den letzten PrĂĽfungen in diesen Wochen, werde ich noch ein wenig das Land erkunden.

Meine spannende Zeit in Shanghai ist somit nahezu schon vorbei, aber die Erlebnisse bisher waren schon so atemberaubend, dass ich hoffe dem ein oder anderen Blog-Leser das Leben eines Studenten in Shanghai und die kulturellen Herausforderungen ein wenig näher gebracht zu haben. Zahlreiche unfassbare Erlebnisse haben meine Zeit hier geprägt: Angefangen vom ersten Kulturschock bei der Ankunft, dem „Normalwerden“ des Essens beim so genannten Dreckchinesen, dem preiswerten Einkaufen auf Stoff- und Fakemärkten bis hin zum einmaligen Erlebnis der chinesischen Mauer. Die letzten 9 Monate waren wirklich eine spannende und erlebnisreiche Zeit.

Man kann auch nicht gerade behaupten, dass man sich an alle kulturellen Unterschiede gewöhnt bzw. gewöhnen will. Schmutzige Restaurants, chaotische Verkehrsverhältnisse, rotzende Chinesen, dass alles ist irgendwie zwar auch normal geworden, aber die Sehnsucht nach freundlichem Personal oder aber einem einfachen Lächeln ist definitiv geblieben. Trotzdem, wer die Möglichkeit hat in Zukunft nach Shanghai oder China im allgemeinen zu kommen, dem kann ich es nur wärmstens empfehlen. Nicht nur die Preise locken hier ungemein an, sondern es gibt unglaublich viel zu entdecken in Shanghai. Die Mischung aus dem „alten China“ und der modernen Metropole macht die Stadt fast einzigartig in der Welt. Von kulinarischen Erlebnissen gar nicht zu sprechen.

In den letzten Monaten stand China ja leider nicht gerade unter einem positiven Stern – dabei ist das Jahr 2008 doch eigentlich das Jahr des Glücks, wo „8“ doch für Glück in China steht. Leider scheint in China jedoch zur Zeit alles anders zu laufen. Der Schneesturm am 25.01 (Quersumme ACHT), Kämpfe in Tibet am 14.03. (Quersumme ACHT), das Zugunglück am 13.04 (Quersumme ACHT) und zuletzt das verheerende Erdbeben, dass am 12.05. zugeschlagen hat (Quersumme ACHT). Das Erdbeben ereignete sich zudem noch genau 88 Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele am 08.08.2008!

Trotzdem ist meine Vorfreude auf Olympia ungebrochen. Meine Tickets habe ich mittlerweile schon, das Visum fehlt allerdings noch. FĂĽr jeden gedrĂĽckten Daumen bin ich somit dankbar und verabschiede mich bei allen Lesern auf chinesisch:

ZĂ ijiĂ n!

Svens Shanghai-blog - 27. Mai 2008

Deutsche Schule Shanghai

Gerade für Expat-Familien mit Kindern ist die Frage nach den Möglichkeiten der schulischen Bildung Ihrer Kinder natürlich mitentscheiden

MEHR

Gerade für Expat-Familien mit Kindern ist die Frage nach den Möglichkeiten der schulischen Bildung Ihrer Kinder natürlich mitentscheidend für das „Für und Wieder“ des vorübergehenden oder endgültigen Auswanderns. Da Shanghai als wachsende Metropole im zunehmenden Fokus der Weltwirtschaft steht, darf eine geeignete Schulbildung auch hier nicht fehlen.

Neben zahlreichen internationalen Schulen gibt es in Shanghai auch die private „Deutsche Schule Shanghai“, die im Zuge der wachsenden Anzahl an Expats mit wächst und eine Verfünffachung der Schülerzahl in den letzten fünf Jahren (auf 850 Schüler) verzeichnen konnte und somit aktuell die deutsche Auslandsschule mit dem weltweit größten Wachstum ist.

Internet: www.ds-shanghai.de

Die Schule ist als eine offene Ganztagsschule gestaltet und bietet von der Grundschule über Haupt- und Realschule bis hin zum Abitur alle möglichen Abschlüsse an. Morgens ab 7Uhr fangen die mehr als 50 verschiedenen Schulbusse an, die Schüler von zu Hause aus der ganzen Stadt abzuholen, damit diese pünktlich um 8h zum Unterrichtsbeginn in der Schule sind. An einer Privatschule und insbesondere im Ausland kommt es dann natürlich auch regelmäßig zu auf den ersten Blick kuriosen Szenen, wenn etwa ein 7-jähriger Schüler von „seinem“ Fahrer abgeholt wird.

Die Deutsche Schule Shanghai hat Ihren Campus allerdings nicht für sich allein. Auf dem so genannten „Eurocampus“ ist auch eine eigenständige französische Schule integriert, wodurch auf dem Schulgelände eine wilde Mischung an Jugendlichen herrscht. Dass es in einer Privatschule nicht an der richtigen Ausstattung fehlt, ist fast selbstverständlich. Von dem riesigen Schulgelände angefangen (mit eigenem Fußballplatz und bald auch Schwimmbad) über die für chinesische Verhältnisse unglaublich saubere Mensa bis hin zu den perfekt ausgestatteten Fachräumen.

Da auch in den kommenden Jahren noch ein starker Zuwachs an Schülern zu erwarten ist, hat die Deutsche Schule Shanghai seit diesem Schuljahr einen zweiten Campus in dem aufstrebenden Stadtteil Pudong eröffnet, wo weitere 90 Schüler (verteilt auf Kindergarten bis 6. Klasse) sind. Es ist zu erwarten, dass auch dieser Campus schnell wachsen wird, da es immer mehr Expats in den im letzten Beitrag vorgestellten, modernen Stadtteil Pudong zieht!

Svens Shanghai-blog - 23. Mai 2008

Shanghai – Pudong

Wie schon im letzten Beitrag angekündigt, werde ich dieses mal einen Einblick in das moderne Pudong geben – das neue Wirtschafts- und High-Tec

MEHR

Wie schon im letzten Beitrag angekündigt, werde ich dieses mal einen Einblick in das moderne Pudong geben – das neue Wirtschafts- und High-Tech Viertel Shanghais.

Schon wenn man auf der anderen Flussseite am so genannten Bund (Innenstadt) steht, kann man die zahlreichen Wolkenkratzer im gegenüberliegenden Pudong bewundern. Ein chinesischer Kommilitone berichtete mir, dass in den letzten 15 Jahren etwa 50 Milliarden Dollar von ausländischen Firmen in Pudong investiert – und das sieht man auch.

Allen voran stechen 3 Gebäude hervor, die geradezu als Wahrzeichen der Stadt zu nennen sind: Der Oriental Pearl Tower, der Jin-Mao-Tower und das Shanghai World-Financial Center.

PuDong Skyline

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Oriental Pearl Tower ist mit 468m der höchste Fernsehturm in Asien. Aufgrund seiner Form und einzigartigen Bauweise mit 11 verschieden Kugeln in verschiedenen Größen, ist er die Touristen-Attraktion in Shanghai. Schon bei Tageslicht spiegelt sich die Sonne in den roten Kugeln und erzeugt ein beeindruckendes Lichtspiel und am Abend ist der Pearl Tower natürlich ein besonderes Highlight.

Der Jin-Mao-Tower hat zwar „nur“ eine Größe von 421m ist aber trotzdem eines der beliebtesten Ausflugsziele von Touristen, denn im 87. Stock dieses Gebäudes hat das Hyatt Hotel eine Bar errichtet, die einen einzigartigen Blick über die Stadt erlaubt. Auch ohne Höhenangst ist der Blick aus 400m Höhe über die ganze Stadt (aus Fenstern mit einer kompletten Glasfront vom Boden an) ein mulmiges Gefühl. Das diese vielleicht spektakulärste Bar der Welt auch die mit Abstand schlechtesten Cocktails der Welt serviert, stört bei dem einmaligen Erlebnis nicht weiter.

Der neue stolz Shanghais wird allerdings das World-Financial Center, das seit über 10 Jahren in Bau ist und zwischenzeitlich 5 Jahre Baustopp hatte. Ursprünglich sollte es mit einer Höhe von 460m das höchste Gebäude der Welt werden, mittlerweile wurde das Gebäude (das noch in diesem Jahr fertig gestellt werden soll) auf eine Höhe von 492m (101 Stockwerke) umgeplant und wird damit das dritthöchste Gebäude der Welt werden, nachdem zwischenzeitlich in Taipei und Dubai noch höhere Wolkenkratzer errichtet wurden.

Svens Shanghai-blog - 18. Mai 2008

Real China

China ist ganz sicher ein aufstrebendes Land und was hier in den letzten Jahren geschaffen wurde, ist nahezu unglaublich.

MEHR

China ist ganz sicher ein aufstrebendes Land und was hier in den letzten Jahren geschaffen wurde, ist nahezu unglaublich. Noch vor 2 Jahrzehnten herrschte hier eine Fahrradkultur und heutzutage ist auf den StraĂźen 24 Stunden Stau.

Chinesische KücheAber in den größten Teilen des Landes lebt noch das „alte“ China und neben den modernen Wolkenkratzern reihen sich auch zahlreiche Wellblechhäuser ein, in denen auf engsten Raum und in größter Armut ganze Familien hausen. In diesen Vierteln lebt die chinesische Kultur weiter und jeder unterstützt jeden im Kampf mit der Armut. So gibt es dort endlos viele kleine Restaurants auf der Straße (siehe Foto) in die sich kaum ein Westler aus Angst vor Krankheiten verirrt und zahlreiche andere Kleingeschäfte wie beispielsweise einen Gemüsemann, dessen Laden sich durch ein auf der Straße ausgebreitetes Tuch kennzeichnet auf dem die mehr oder weniger frischen Waren liegen. Wie die Bilder zeigen, wird hier Kleidung auch einfach auf der Straße oder zwischen den Häusern getrocknet.

Haus in der Altstadt

So sehr ich mich auch schon an den Anblick und den Dreck in diesen Vierteln, die man regelmäßig durchkreuzt, gewöhnt habe, es ist immer wieder ein Kultur-Schock, wie ein Land mit so viel Reichtum auf der einen und so viel Armut auf der anderen Seite funktionieren kann. Der Anblick und Geruch von toten Tieren, die einfach auf der Straße kurz hingerichtet und anschließend zum trocknen aufgehängt werden, ist dabei etwas völlig normales.

Aber nicht nur in diesen Vierteln finden sich kulturelle Unterschiede wieder. Allgemein gibt es in diesem Land wichtigeres als die deutsche Ordnung, Sauberkeit und Hygiene – das alles scheint in der Armut und dem Kampf ums Überleben verständlicher Weise nicht wirklich wichtig zu sein. Es ist daher wenig überraschend, dass auch eine Metropole wie Shanghai von zwei Bildern geprägt ist – verdreckten und verwahrlosten genauso wie modernen und hoch technologisierten!

Mein nächster Beitrag soll die andere Seite von Shanghai zeigen – allen voran das moderne Pudong in dem Wolkenkratzer an Wolkenkratzer steht und einige der höchsten Gebäude der Welt ihre Heimat haben.

Svens Shanghai-blog - 13. Mai 2008

Peking – Teil III

Das eigentliche Highlight für einen jeden Touristen sollte dann am vorletzten Tag noch kommen – die chinesische Mauer!

MEHR

Das eigentliche Highlight für einen jeden Touristen sollte dann am vorletzten Tag noch kommen – die chinesische Mauer!

Da es verschiedene Teilstücke der Mauer gibt, die für Besucher geöffnet sind, ging es also zunächst um die Frage des am geeignetsten Ortes für unsere „Mauer-Besteigung“. Da wir an einem Mittwoch keinen großen Touri-Ansturm erwartet haben, haben wir uns für den etwas dichteren und besser aufbereiteten Mauerabschnitt in Badaling entschieden.

Wie alles, will aber auch so eine touristische Mauer-Besichtigung in China ohne chinesische Sprachkenntnisse gut geplant werden. Die vom Hotel angebotene 100€ Tour fĂĽr 3 Personen schien uns allerdings etwas zu teuer, weshalb wir uns auf eigene Faust ein Taxi fĂĽr 25 € genommen haben, welches uns zunächst zu den – auf den Weg gelegenen – Ming-Gräbern gebracht hat. Soweit so gut, aber die Probleme sollten folgen!

Wir waren anscheinend die einzigen Touristen, die es auf eigene Faust versucht haben, weshalb keinerlei Taxen an den Ming-Gräbern verfügbar waren sondern nur Reisebusse „Ihre“ Touristen eingesammelt haben. Nachdem auch nach einer halben Stunde Warten kein Taxi von uns gesichtet werden konnte, musste es „old school“ gehen – mit dem chinesischen Linienbus. Das klingt im ersten Moment nicht weiter schlimm, wenn man allerdings einmal drin gesessen hat, sieht das schon anders aus. Weitaus schlimmer war aber das nicht mehr vorhandene „Englisch“ 50 KM außerhalb von Peking, vielmehr waren wir im richtigen China angekommen ohne zu wissen wo genau wir lang müssen.

MaueraufstiegDas gut gebräunte Gesicht meines Besuchs hat zwar zunehmend an Farbe verloren und die ein oder andere Sorge konnte ich auch in meinen Gedanken erkennen, aber – um es vorweg zu nehmen – nach knapp 2 Stunden und dreimal umsteigen haben wir die letzten 20KM zur Mauer noch hinter uns gebracht – und der kleine Stress hat sich gelohnt.

 

 

 

 

MAuerlandschaftAn dem Ort zu stehen, den man sonst nur aus den Schul- und GeschichtsbĂĽchern kennt ist schon ein einmaliges Erlebnis. Es ist schwer zu beschreiben, denn letztlich geht man ja nur Steine auf und ab. Aber da ist ein GefĂĽhl, gerade etwas Einmaliges zu erleben und ich kann den Ausblick in die Weiten der Mauer-Landschaft nur jedem Besucher empfehlen, denn die werde ich sicher nicht so schnell vergessen.

Den nächsten Beitrag gibts dann wieder aus Shanghai – mit ein paar Einblicken in das wahre chinesische Leben das es auch noch im kommerzielisierten Shanghai an jeder Ecke gibt.

Svens Shanghai-blog - 07. Mai 2008

Peking – Teil II

Am zweiten Tag ging es am frĂĽhen Morgen auf zum Sommerpalast, der aufgrund des katastrophalen Verkehrs in Peking ĂĽber eine Fahrstunde entfernt

MEHR

Am zweiten Tag ging es am frĂĽhen Morgen auf zum Sommerpalast, der aufgrund des katastrophalen Verkehrs in Peking ĂĽber eine Fahrstunde entfernt liegt. Da aber auch in Peking gilt, dass die Taxipreise mit etwa 8 Euro fĂĽr diese Stunde Fahrt sehr moderat sind, gilt es sich einfach entspannt zurĂĽckzulehnen und zu warten.

Im Sommerpalast ist der größte und best erhaltenste Garten Chinas und war ein absolutes Highlight. In mitten schöner Natur liegen zahlreiche chinesische Prachtbauten und Pavillons, zu denen man in dem hügeligen Gelände aufsteigen kann. An der Spitze dieses Gartens angekommen, hat man einen traumhaften Blick über die gesamte Anlage und den eigenen Fluss des Sommerpalastes.

 

Wer will, kann hier auch noch eine Bootstour auf dem Fluss machen und die Gartenanlage vom Wasser aus betrachten. Auch wenn die Tretboot-Schwäne etwas touristisch wirken, zu meinem Überraschen gab es immerhin schon mal kein Starbucks im Sommerpalast, ein Fortschritt im mittlerweile kommerziell hochentwickelten China.

MAO und ICHAm kommenden, dritten Tag ging es zum weltberühmten Tiananmen-Platz, dem größten öffentlichen Platz der Welt mit dem Bild von MAO am Nordende des Platzes. Sollte China es einmal zum Fussball-WM Titel schaffen, ist dieser Platz sicherlich ebenso für eine 13 Mio. Stadt geeignet wir der Frankfurter-Römer in Deutschland. Ein kurioses Bild ergab sich allerdings auch noch auf dem Platz. Mich wundert zwar nur noch wenig in China, aber das nachfolgende Bild zeigt etwa Arbeiter, die mit einem Handschuh, einer chemiekalischen Lösung und einem Stuhl auf den Platz gesetzt werden und Flecken von den Steinen entfernen. Das hat definitiv etwas von Sklavenarbeit, denn schon nach einem Tag Arbeit müssen diese Menschen einen nicht zu reparierenden Rückenschaden bekommen.

Steineputzer am Tiananmen

Zu guter Letzt ging es diesen Nachmittag noch in die verbotene Stadt (Kaiserpalast), die uns mit Ihren zahlreichen, verwinkelten Gebäuden ebenfalls ein besonderes Highlight ist. Und im übrigen: Mit meiner ironischen Anmerkung eines fehlenden Starbucks im Sommerpalast lag ich gar nicht so falsch. Wie ich von amerikanischen Touristen in der verbotenen Stadt erfahren habe, gab es seit der Eröffnung im Jahr 2000 tatsächlich eine Filiale des Coffee-Giganten. Erst langanhaltende Proteste haben im vergangenen Jahr dazu geführt, dass Starbucks den Standort wieder verlassen hat.

Svens Shanghai-blog - 03. Mai 2008

Peking – Teil I

Vom ersten Eindruck an, ist Peking in keiner Weise mit Shanghai zu vergleichen.

MEHR

Vom ersten Eindruck an, ist Peking in keiner Weise mit Shanghai zu vergleichen. Die Leute scheinen viel aufgeschlossener und freundlicher Ausländern gegenüber zu sein, in der Stadt gibt es tatsächlich Straßen die nicht voll mit Müll sind und was Peking kulturell zu bieten hat, sucht in der Welt seines gleichen!

See im StadtzentrumDer erste Abend hat uns an die beiden Seen in Peking geführt, die inmitten der Stadt liegen. Nach 8 Monaten Wolkenkratzern um einen herum, tut ein wenig Grün und Wasser mal wieder gut. Der nördlichere der beiden Seen ist zudem umringt von zahlreichen Restaurants und Bars, die direkt am Wasser gelegen sind und gerade abends einen traumhaften Blick über den See zulassen.

 

Am nächsten Morgen sollte es dann aber endlich mit dem Kulturprogramm losgehen. Neben den Klassikern „Chinesische Mauer“, „Sommerpalast“ und „Verbotene Stadt“ hatte mir ein Freund empfohlen zunächst auf den Kohlehügel zu gehen, der inmitten der Stadt liegt und einen wunderbaren Überblick über die Stadt (insbesondere die verbotene Stadt) gibt. Gesagt, getan!

Blick vom KohlehĂĽgel

 

Neben dem einzigartigen Blick ĂĽber halb Peking konnten besonders die „Hanzi-Maler“ begeistern. „Hanzi“ steht fĂĽr „chinesische Schriftzeichen“ und diese stellen eine eigene Kunst dar. Im Park rund um den KohlehĂĽgel versammeln sich zahlreiche – vorwiegend alte – Chinesen, die die Kunst der Schriftzeichen perfektioniert haben.

 

 

Kunst der SchriftzeichenMit einem Riesenpinsel werden die Schriftzeichen auf den Boden geschrieben und wild ĂĽber die richtige Form dieser Zeichen diskutiert. Dazu ist zu sagen, dass diese scheinbaren Bilder in Wahrheit eine Folge von Strichen sind, die in bestimmter Reihenfolge gezeichnet werden mĂĽssen und erst so zu dem Gesamtbild werden. WorĂĽber die Alt-Intellektuellen Chinesen dabei allerdings diskutieren, bleibt deren Geheimnis!

Am frühen Abend ging es dann noch hochmotiviert zum neuen „Vogelnest“ der Stadt. Das extra für Olympia neu gebaute Stadion (3,6 Mrd. Euro teuer) wird hier aufgrund seiner besonderen Form als das Vogelnest bezeichnet. Zu unserer Enttäuschung ist rund um das Stadion allerdings noch Baugebiet, so dass man dem Stadion nicht näher als 100 Meter Entfernung und diversen Bauzäunen gekommen ist. Trotzdem: Er verspricht ein beeindruckender Bau zu sein, den ich während Olympia noch einmal genauer unter die Lupe nehmen werde sofern das Olympiagelände denn bis dahin betretbar sein wird – der 100 Tage Countdown zum Olympiastart hat gerade begonnen.

Olympiastadion

Svens Shanghai-blog - 25. Apr 2008

Auf die Reise, fertig…!

Endlich ist es soweit – meine erste richtige Sightseeing-Reise in China steht unmittelbar bevor.

MEHR

Endlich ist es soweit – meine erste richtige Sightseeing-Reise in China steht unmittelbar bevor. Morgen geht es für ein paar Tage nach Peking, wo alle großen Sightseeing-Klassiker auf dem Plan stehen. Vielleicht geht es im Anschluss sogar noch für 1-2 Tage in die frühere Hauptstadt nach Xi’an, wo die Terrakottaarmee wartet.

So eine Reise will natĂĽrlich immer gut geplant werden und da bedarf es in China auch immer einiger Tipps und Tricks. Allen voran sollte man zwei Internet-Seiten kennen, ohne die nahezu nichts in China geht:

www.elong.com

www.ctrip.com

Beide Anbieter bieten eine englische Homepage an (und auch Telefonauskunft auf englisch) und sind preislich auch von den international bekannten Anbietern wie Expedia und Co. nicht zu schlagen. Da in China zumeist weite Strecken zwischen den Kultur-Highlights zurückgelegt werden müssen, kommt man häufig um einen Flug nicht herum. Da diese aber geradezu im Dauer-Discount bei beiden genannten Anbietern angeboten werden, bekommt man einen Flug von Shanghai nach Peking eigentlich immer für 60-90 Euro (one way), was für die Entfernung von 1200 Km durchaus akzeptabel ist. Das einige chinesische Flieger allerdings auf vielen roten Listen von Unternehmen stehen, muss einfach ignoriert werden.

Neben Flügen sind bei den genannten Internetseiten auch zahlreiche Hotels zu buchen. Dieses kann sogar erst nach Anreise bequem vor Ort gezahlt werden. Aber Vorsicht: Ohne Reisepass wird es nichts mit einer Unterkunft in China. Weder Hotels noch einfache Hostels dürfen Ausländer beherbergen, die keinen Reisepass vorlegen können.

Eine beliebte Reisealternative ist auch die Fahrt mit der Bahn. Diese soll vollkommen „china-untypisch“ sehr sauber sein und die Schlafwagen sehr bequem. Eine 10 Stunden Fahrt nach Peking kostet dabei zwischen 15-35 Euro. Die Fahrpläne sind auch online zu checken:

http://www.travelchinaguide.com/china-trains/

Ab kommender Woche wird mein Shanghai-Blog also kurzzeitig zu einem China-Blog mit hoffentlich interessanten Berichten aus der Verbotenen Stadt, Chinesischer Mauer und Co. – ein wenig reales China anstelle einer westlich verstrahlten Weltmetropole.

Svens Shanghai-blog - 23. Apr 2008

Internationale Produkte

China ist wirklich preiswert – wenn man chinesisch lebt!

MEHR

China ist wirklich preiswert – wenn man chinesisch lebt! Wer allerdings sein „westliches“ Leben hier fortsetzen will, der gibt schnell das gleiche oder sogar mehr aus als in der Heimat.

Angefangen beim Essen gehen: Wie schon berichtet, ist es kein Problem hier auf der Straße für 30 Cent (lecker) satt zu werden – wenn man sich denn traut! Ähnliches gilt auch für chinesische Restaurants, bei denen man oftmals unter einem Euro ein Dinner inkl. Bier bekommt. Aber auch hier gilt: Man muss sich trauen! Damit ist allerdings weniger die Sprachbarriere gemeint sondern vielmehr die Tatsache, dass China ein anderes Sauberkeitsverständnis hat als Deutschland. Wer also sauberes Geschirr und vorschriftsmäßig gekühlte Zutaten erwartet, der ist hier sicher fehl am Platz. Wer dagegen das Essen in westlichen Restaurants bevorzugt, der muss dann auch dementsprechend dafür zahlen. Schnell kostet das Bier wieder 4 Euro und eine Pizza gar 10 Euro!

Ähnlich verhält es sich dann auch mit dem Einkauf im Supermarkt. Lokale Produkte sind um ein vielfaches Preiswerter als bei uns. Wer aber keine Lust auf getrocknete Hühnerfüße und Co. hat, muss auch hier tiefer in die Tasche greifen. Jeder größere Supermarkt hat auch eine internationale Abteilung mit importierten Produkten. Darüber hinaus gibt es in Shanghai zahlreiche „City-Shops“, in denen ausschließlich importierte Produkte angeboten werden. Hier macht das shoppen mit einem Studenten-Einkommen allerdings gleich viel weniger Spaß, denn ein zwei Monate altes „Spiegel“ Magazin für 8 Euro oder aber Dr. Oetker Tiefkühlgemüse für 4 Euro leeren das Portemonnaie in Rekordzeit.

 

Wie die meisten Ausländer versuche ich daher einen Mittelweg zu leben. Ab und an mal eine Pizza im netten Ambiente, gelegentlich ein Dinner beim schmuddeligen China-Restaurant meines Vertrauens oder Straßenessen – so lässt es sich preiswert und abwechslungsreich zwischen zwei Kulturen leben!

Svens Shanghai-blog - 18. Apr 2008

Olympia ohne mich??

Das war mal ein spannender Tag in Shanghai!

MEHR

Das war mal ein spannender Tag in Shanghai! Nach den ganzen Berichten über die Proteste in den Staaten, Europa und Indien beim olympischen Fackellauf, kam gestern die nächste überraschende und schockierende Nachricht. Demnach sollen alle ausländischen Studierenden in den Monaten Juli und August aus China ausgewiesen werden. Diese Monate sind typischer Weise die Semesterferien, aber diesmal eben auch die Zeit der Olympischen Spiele.

Ich vermute, dass nicht wenige ausländische Studierende „Peking 2008“ als Abschluss und Highlight Ihrer Studienreise eingeplant haben – so auch ich! Bereits im April habe ich mir Tickets für die olympischen Disziplinen Tennis und Beach-Volleyball gesichert. Ironie hin oder her, gerade am gestrigen Tag wollte ich meine Unterkunft für die Olympischen Spiele bestätigen und bezahlen (nachdem ich zuvor von einem anderen Reiseanbieter mit der Begründung „Ausländer sind in diesem Hotel während der Olympischen Spiele nicht erwünscht“ abgelehnt wurde). Jetzt werde ich aber noch ein wenig abwarten, ob ich überhaupt eine realistische Chance habe hier sein zu dürfen.

Zu meinem weiteren Überraschen habe ich keine Stunde nach der offiziellen Bekanntgabe dieser Handhabung auch schon einen Anruf einer großen deutschen Tageszeitung bekommen, die auf der Suche nach ersten Meinungen von „Betroffenen“ waren. So wirklich viel konnte/kann ich dazu nicht sagen. Vielleicht ist auch eine Ausreise nach Hong Kong und eine Wiedereinreise als Tourist möglich?


Leider ist es immer etwas schwer diese kritischen Fragen in China mit chinesischen Studienkollegen zu besprechen. Gerade Themen wie der Tibet-Konflikt oder die zunehmend kritische Haltung vieler Europäer zu den Olympischen Spielen sind dabei meistens Tabu-Themen und werden nicht öffentlich besprochen. Letztendlich bleibt also nur zu hoffen, dass der Olympische Gedanke siegt und der Sport im Vordergrund steht – und dabei dürfen natürlich auch die sportbegeisterten Olympia-Fans nicht fehlen.

Tagcloud