Heft 05/2012
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Martins Ostseeman-blog

Martins Weg in den Olymp der Eisenmänner. Hier ist sein Trainingstagebuch für den OstseeMan – dem größten Langdistanztriathlon im Norden.

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Martins Ostseeman-blog - 06. Aug 2008

Bilder sind online!!!

 

Viel Spaß beim gucken!

Aktualisierter OstseeManBlog in Farbe ;)

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Viel Spaß beim gucken!

Aktualisierter OstseeManBlog in Farbe ;)

Außerdem noch Bilder im Fotoalbum und Zusatzinformationen am Ende des Blogs!

Martins Ostseeman-blog - 05. Aug 2008

Der längste Tag Deines Lebens! Es ist geschafft!!!

Es ist soweit: Ich darf mich Ironman nennen.

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Es ist soweit: Ich darf mich Ironman nennen.

Das Rennen ist beendet und auch wenn ich meine Zielzeit von 12Stunden nicht erreicht habe, war es ein Erfolg auf ganzer Linie. Das wichtigste: Ich bin den Marathon durchgelaufen ohne eine Erschöpfungspause einzulegen. -auch wenn es mein mit Abstand längster Marathon war.

Zunächst die offiziellen Fakten

Schwimmzeit: 1:29:44h
Radzeit (incl beider Wechsel und Dixi-Pause): 6:15:45h
Laufzeit: 4:41:39 :(

Das macht eine Gesamtzeit von

12:27:08h

Inbegriffen auch die recht zahlreichen Pinkelpausen… (sowas muss auch mal erwähnt werden) -4 beim Rad, 5 beim Laufen…ehm ja…und eine beim Schwimmen.
Was deswegen so mysteriös ist, da ich beim halben Ironman keine einzige Pipipause brauchte!

Aber fangen wir mit dem Wettkampftag an!

Um 3:20 Uhr begann der längste Tag meines Lebens. Mit einer Portion weicher Vollkornnudeln und einer Tasse Kaffee. Natürlich war das viel zu früh! Aber die Kohlenhydrate brauch ich noch…hab ich mir so gedacht. Nebenbei hab ich versucht meinen Nacken zu massieren, der mich die Nacht über nicht in Ruhe lassen sollte und MTV hat mich mit den nächtlichen Musikvideos berieselt.
Beutel waren alle gepackt, Neoprenanzug bereit. Dann hab ich noch die Getränke fertig gemixt und um 5:30 Uhr ging es vor die Haustür.

Regen. Ein schöner Start!Das Fahrrad war zum Glück bereits in der Wechselzone unter der Regenplane versteckt.
Zur Ankunft in der Wechselzone hat es noch getropft, aber etwa kurz nach 6 aufgehört zu Regnen. Gott sei Dank!

Glücksburger Strand und Ostseemanstart

Ich hab mich noch kurz beschriften lassen, bin den weiteren Verlauf im Kopf durchgegangen und habe mich um 6:30Uhr an die Dixikloschlange angestellt…6 Leute und 25 Minuten später durfte ich dann an die Reihe…richtig…irgendwann um 7 sollte Start sein.

da warten Sie...um 7 Uhr in der Früh

Also schnell in den Neoprenanzug, After-Race-Beutel abgegeben und swooosh im Dauerlauf ans Wasser-kurz ein Foto machen lassen:

aufgeregt?

Und sofort kam der Countdown zum Start! Keine Zeit zum nachdenken und hinein in die Wellen!

Schwimmkarte

Die ersten Meter zur Wendeboje waren der Horror: Wasser geschluckt, keinen Rhythmus gefunden und eine Menge Leute, die mich überholt haben…dann ein paar Fremdberührungen und überhaupt war alles blöd!
—WIE SOLL ICH DAS DENN HIER BITTE AUSHALTEN?—

so sollte es aussehen

Nach der Wendeboje kamen wir allerdings in die Gegenströmung- hört sich blöd an – war aber das Beste was mir passieren konnte. Auf einmal konnte ich mich auf meine Brustschwimmtechnik konzentrieren und habe mit langen TAuchphasen den Wellen getrotzt und meine Kontrahenten überholen können. Mein Rhythmus war da, und ich habe neuen Mut für den Rest der 3,8 Kilometer geschöpft. Auch die zweite Runde verging wie im Flug und da ich immer wieder Krauler überholen konnte und doch eine Menge Leute hinter mir erkennen konnte, ging ich mit einem Grinsen aus dem Wasser und ignorierte die kribbelnden Spuren von Feuerquallen in meinem Gesicht, die Scheuerstellen vom Neo an den Armen und den salzigen Geschmack der Ostsee.
Ich freute mich einfach nur auf die Radstrecke!

6x 30 Kilometermit diesem netten Profil...zzgl kleinerer Wellen!!!

Schnell noch den Mund ausgespült, einen kräftigen Schluck aus der eigenen Flasche und schon saß ich auf meiner Biene.
Go Biene, GOOOO

Und ab dafür! Gleich einen Müsliriegel verputzt und dann wollte ich mir die Strecke mal angucken, von der so viele gesagt haben, dass sie recht anspruchsvoll, aber nicht so übertrieben sein soll. Denkste
Nach ein paar kleinen Wellen kam recht zu Beginn der 30 Kilometerrunde eine nette etwa 500-600 Meter Lange Rampe…und die zog sich hin…oh ja! Gut..genug Kraft hatte ich noch in den Beinen…damit muss man wohl leben. Dann mit etwas Rückenwind weiter, welliges Terrain, wo man immer wieder kurz auf die Tube drücken musste um nicht an Schwung zu verlieren. wenige lange Stücke zum Gas-geben und Ausruhen für Später. Die Wellen nahmen also kein Ende…für eine Radstrecke auch einige "scharfe Kurven" dabei, die dann durch Dörfer führten und an Ihren Bewohnern mit Rasseln und Töpfen vorbei. Immer wieder gute wellige asphaltierte Feldwege, kurzer Ausblick aufs Meer, kleine Waldstücke…und kurz vor der 1. Verpflegungsstation ein netter Anstieg, der einem aus dem Sattel steigen ließ. Holla die Waldfee!
Als man den Spaß überstanden hatte durfte man seine leeren Trinkflaschen in ein Handballtor schmeißen, und neue Getränke sowie Energieriegel und -Gels in Emfpang nehmen. Dass es wellig war, brauch ich nicht mehr zu erwähnen…dann noch ein langes Stück mit Rückenwind, eine Kehrwende und mit Gegenwind wieder zurück. Dann wieder ein Anstieg und nach weiteren Wellen kam man wieder in Glücksburg an…mit netten kleinen und mittleren Anstiegen…besonders einem feinen kurz vor Ende der Runde bei Kilometer 30 …vor einer Verpflegungsstation. Da die Zuschauer dort aber besonders zahlreich waren, ließ ich es mir nicht nehmen, den ein oder anderen Mitstreiter in flottem Wiegetritt zu überholen :)
Ego eben^^ zudem hat man dann nicht so viel Kraft am Berg gelassen.
An diesem Tag wurde die Schaltung gut beansprucht!

Ab Runde 3 bekam ich auf einmal Rückenprobleme. Die Aeroposition, die ich so brav durchgehalten hatte, blieb mir verwährt und ich konnte mich nur noch im Wind wie ein normaler Radler bewegen. Wiegetritte am Berg taten gut und so konnte ich wenigstens auf Gegenwindstücken kurz unter dem Wind hindurchtauchen. Auch in Runde 4 gab es keine Besserung.
Die 5. Runde allerdings war wieder ok. Zwar auch ohne viel windschnittiges Fahren, dafür aber mit schnellen Umdrehnungen und gutem Tempo.
ein schöner Rücken kann auch entzücken...
Bei Kilometer 145 (das hat ganz schön lange gedauert, eh der Mittag und NAchmittag näher kam!) begann es dann zu regnen an. Richtiger Regen! Die Straße war nass und die Kurvigen Abfahrten waren nicht mehr so schön zu genießen, wie zu trockenen Zeiten. Die ersten Läufer kamen einem bereits auf der Laufstrecke entgegen…größtenteils Staffelteilnehmer, aber deprimierend genug. Zu Ende war die RAdstrecke recht leer und man konnte sich so langsam auf das Laufen einstellen, als man das Tempo rausgenommen hat…außer an den Bergen :P
Bergkämpfer im Norden

Die Kurve zur Wechselzone war fast der schönste Teil der Radstrecke! Der Regen hatte bereits aufgehört, die Haut war vom Fahrtwind getrocknet und ich war gespannt was meine Beine jetzt wohl machen würden.
180km Rad hinter mir...Schwimmen längst vergessen
Ohne Probleme stieg ich vom Rad ab und konnte ohne Probleme joggen! WOW! DAs hätte ich so nicht erwartet. OK, ein Marathon lag noch vor mir, aber dass die Beine noch so frisch waren, hätte ich nicht gedacht.
NAchdem ich das Dixi besucht und ein recht salziges und süßes Gemixe zu mir genommen hatte (Salz vom Schweißverlust nachführen und Zucker sowieso) ging es auf die Laufstrecke.
...die Frisur kommt vom Radhelm ;)
Hunderte Zuschauer jubelten einen zum MArathon! Etwas getrunken, noch einen Knackigen Energieriegel gemampft und die ersten 10 Meter dachte ich, den 4er MArathon locker zu knacken! DENKSTE
Auf einmal schnürte sich die Lunge zu.
Nichts mehr mit 4Stunden-Marathon. Ich bekam kaum richtig Luft und musste mich anstrengen Luft in meine Brust zu pressen. Also konzentrierte ich mich auf meine Atmung und verfiel in einen Entengang: Hüfte schön schwingen, ja nicht zu große Schritte machen und nicht zu sehr vom Bodenabheben! Erbärmlich!?
Naja…immerhin waren meine Beine frisch und ich war mir sicher das durchhalten zu können. Malte bestätigte mir nach 2 ewig lang scheinenden Runden, dass ich sehr konstant lief. Leider hat mich das vor der anstrengenden 3 Runde auch nicht bewahrt. Die Lunge kam zwar langsam wieder, aber die Beine waren schwer.

Die letzen Kilometer...42,195 Laufen
Das lag wohl daran, dass die Streckenplaner trotz der Information: " " ein paar nette Anstiege und Hügel eingebaut hatten, in die man doch einige Körner investierem musste.

überwiegend flach??
Egal. Runde überstanden und weiter. Auf einmal hatte ich bereits 3 Bänder für 3 geschaffte Runden um den Hals! Die vorletzte Runde war angebrochen! Auf einmal konnte ich meine BEin wieder richtig vom Boden lösen und einen richtigen Laufstil einsetzen. Den hab ich konzentriert umgesetzt und habe mich dennoch für die letzte Runde geschont.

28,5km gelaufen Zitat:

Malte, der mich seit dem Morgen begleitet hat war ebenfalls erstaunt, dass ich nach den 30 Kilometern noch eine Leistungssteigerung ausgepackt hatte. Als ich dann in der letzten Runde angekommen war: 4 BÄNDER!!! YEAH!!! war ich fast den Tränen nahe und habe bei Kilometer 35 alles in eine Wägschale geworfen: Laufen nach eigenem Laufstil…Lunge ignorieren, Beine ignorieren, einfach nur Laufen! Und es hat geklappt…die mittlerweile bekannten Anstiege wurden überrannt, gehende Mitstreiter wie schon in der 4. Runde fix überholt und jede Platzeroberung hat mir mer Mut gegeben, dass ich das bis zum Ende hin durchhalte.
Auch ein Stein, der mir im Schlosspark an die Achillisferse gehüpft war konnte mich nicht stoppen:

Ein Indianer kennt keinen Schmerz!

Ignoriert, und als Ansporn genommen jetzt nicht noch anzuhalten und einfach nur mit Vollgas ins Ziel zu rennen.
Die Anfeuerungsrufe der letzten Runden haben mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und auf einmal bog ich nach rechts auf die letzten 10 Meter in Richtung Ziel und riss nur noch die Hand in die Höhe! Keine Schmerzen, nur noch Glück…die 12:27h waren wunderbar. Mein Körper hat es überstanden und ich konnte mich endlich in der Fressmeile mit Getränken, Kuchen und Bananen belohnen!

Das Portal ist durchschritten!

Im Ziel angekommen ist es wirklich schwer sich noch an die ganzen Ereignisse der vorangegangenen Stunden zu erinnern. Da war das Gestrüpp was in meiner Schaltung hing, als ich eine Pinkelpause eingelegt hatte, der Typ, der sich gefreut hat, seinen alten Rahmen wiederzusehen (er hatte den auch mal gehabt) und einige sehr motivierte Jubelrufe eines FrechenerSportfreundes auf der Laufstrecke. Die Moderatoren haben mich der Menge auch kurz mit den Milch-Mädchen-Magdeburg vorgestellt (mein Team aus 2 Freunden vom Teamtriathlon in Magdeburg, wo ich zum ersten mal mit der Sportart in Berührung gekommen bin) oder einfach die schönen Ausblicke auf der Rad- und Laufstrecke. Nicht zu vergessen, das schöne Schloss in Glücksburg oder viele viele begeisterte Fans und Sporfreunde die jeden zugejubelt und motiviert haben weiterzulaufen!

Das war es mir Wert

Gerade habe ich meinen Platten im Rennrad geflickt (wenn ich schon keine Panne im Wettkampf habe, so muss es wenigstens danach sein) und esse weiter vor mich hin. Es bahnt sich wohl eine Erkältung an, die vom geschwächten Immunsystem kommt, aber wie der Rücken wird sich der restliche Körper wieder erholen.
Treppen steige ich mittlerweile auch wieder ohne Probleme und nun ist erstmal Feierabend im Blog!

kleinere Wettkämpfe folgen bereits ende August (Heldenlauf-Blankenese Halbmarathon) und der traditionelle Magdeburger Teamtriathlon.

Das soll es erstmal von mir gewesen sein.

Mit sportlichen Grüßen

Euer Ostseeman Martin

-die ganze Qual nur für einen Namen ;)

 

 

 

 

 

Bonusinformationen:

Ernährungszusammenfassung:

So ernährt man sich heute...

Von Start bis Ziel:

13 Fruchtschnitten
3 Müsliriegel
1 Energie/Eiweißriegel
8Squeezies (Energiegels)
1 Banane

Getränke:

400ml zum Schwimmen

5,6 Liter zum Radeln

7 Liter zum Laufen (die Energiegels werden mit Wasser eingenommen)

Diese 13 stolzen Liter wurden in Form von Wasser, Isogetränken und beim Laufen teilweise in Form von Cola (etwas mehr als 1 Liter) aufgenommen:P

So viel zum Thema der häufigen Pinkelpausen ;)

Martins Ostseeman-blog - 01. Aug 2008

Aufregung…Planung…Ablenkung…

Die nächste Phase ist erreicht.

Die Sachen sind gepackt, in Beutel verstaut, und die Getränkeverteilung ist geplant…und mehr ist nicht zu sagen…

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Die nächste Phase ist erreicht.

Die Sachen sind gepackt, in Beutel verstaut, und die Getränkeverteilung ist geplant…und mehr ist nicht zu sagen…

Das ganze hat nur mehrere Stunden gedauert :)

Jetzt bin ich in Kiel angekommen und werde morgen weiter nach Flensburg düsen.

Theoretisch kann ich innerhalb von 10 Minuten in die Wechselzone und nach 2 Minuten am Start sein…*oh mein Gott*-so durchgeplant bin ich :P

Ich mach mich nur etwas verrückt…aber jetzt unter Freunden in Kiel wird nochmal entspannt und morgen bin ich in der Wechselzone, auf der Schwimm- und Laufstrecke zu finden :)

Psychologie ist ein wesentlicher Bestandteil der letzten Stunden eines Wettkampfes…das ist nicht zu unterschätzen ^^

 

Sportliche Grüße aus dem verregneten Kiel – auf dass es sich morgen ausgeregnet hat ;)

Martins Ostseeman-blog - 31. Jul 2008

T-2,5

…ob das noch gesund ist? wohl nicht!

…ob es auch wirklich was für den Wettkampf bringt? ist mir jetzt auch egal :)

Heute bis jetzt verputzt:

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…ob das noch gesund ist? wohl nicht!

…ob es auch wirklich was für den Wettkampf bringt? ist mir jetzt auch egal :)

Heute bis jetzt verputzt:

300g Gummibärchen
eine halbe Packung Toastbrot je Scheibe mit Honig
eine große Schale Weizen-Honig-Pops mit etwas Milch
weiche Spaghetti mit Tomatensoße

irgendwie fühle ich mich gerade sehr angesüßt *schmatz*

 

Aber genug von den Kohlenhydraten! Mein Neoprenanzug ist nach Lieferengpässen und Umbestellung doch noch angekommen und bei dem wahnsinnig heißen Wetter werde ich den heute Abend vielleicht noch ausprobieren…wenn ich es überhaupt hinbekomme den 7/8 Anzug ohne Arme anzuziehen :D

Dazu werden gleich noch ein paar Ratgeber durchgelesen und dann bin ich gespannt, ob meine Leistung verdreifacht, oder nur verdoppelt wird ;) – vielleicht werde ich ja so eingeengt, dass ich 20 Prozent langsamer bin :P

 

An sich bin ich gerade recht gut gelaunt, morgen geht es nach Kiel, dann wird noch "sanft" gefeiert und am Samstag gibt es vielleicht noch eine Meldung von mir, wenn ich den Wettkampfort begutachtet habe ;)

Grüße vom Grinsepraktikanten

 

Tipp für alle Ausdauersportler: Meldet euch für den Blankeneser Heldenlauf an! 11km oder einen Halbmarathon! Ich werde auch dabei sein und schaun, was die hügelige Strecke, so an Schönheiten bietet! ("einer der schönsten Läufe Deutschlands")

www.heldenzentrale.de

Martins Ostseeman-blog - 30. Jul 2008

Diese Qual!

Nur noch wenige Tage bis zum großen Ereignis…

 

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Nur noch wenige Tage bis zum großen Ereignis…

 

Kein Training…tausende Gedanken…alle drehen sich darum, was man noch alles beeinflussen kann. Noch viel schlimmer: Was man mit Ernährung beeinflussen kann.
Der Körper ist auf dem Abstellgleis und darf nicht mehr bewegt werden. Die Tour mit dem Rennrad zur Redaktion wird nur noch auf dem unteren Kettenblatt gefahren und krampfhaft versucht die Beine nicht zu sehr zu belasten.
„es könnte ja schädlich sein“
Außerdem wird die Ernährung geplant. Mit Toastscheiben im Mund lese ich mir noch ein paar Bücher durch und suche mir spezielle Tipps zur Wettkampfernährung durch. Dass ich etwa 7000 bis 8000 Kalorien verbrauchen werde ist klar…aber wie kann ich den Körper dazu bringen, einen guten Speicher vorher angelegt zu haben, und im Wettkampf ohne große Magenbelastung ausreichende Mengen dieser „Kalorientiere“ in mich hineinstopfen, die sonst nur „nachts Kleider enger nähen“.
Dann lese ich etwas von hohen Natriumverlusten, Magnesiumsupplementen, Flüssigenergiegels, und 4h Vor Wettkampf eine Langkettige Kohlenhydratzufuhr…

ICH SOLL UM 3 UHR AUFSTEHEN UND NUDELN MAMPFEN???

Nagut – ich mach es ^^

Nebenbei schreibe ich mir eine grobe Einkaufsliste:
Fruchtschnitten
Energieriegel
Multivitamintabletten (oder doch Magnesium?)
Apfelsaft

Und eine gewisse Anzahl von Flaschen die ich als Eigenverpflegung und Vorwettkampfverpflegung immer am Mann habe oder an der Strecke deponieren werde.
Ob es sich dabei um gezuckert gesalzenen Fencheltee handelt oder um süße Apfelschorlen mit Magnesiumsupplementen…das wird spontan entschieden.
Die Angst etwas falsch zu machen, behindert mich noch in der Festlegung von Wettkampfpraktiken, die ich bei Marathons bereits pflege.

Jedenfalls werde ich in den nächsten Tagen mehr Toastbrot essen, als es Ernährungswissenschaftler gesundheitlich empfehlen – aber hey – wer sagt, dass eine Ironmandistanz gesund ist?!
:P

Martins Ostseeman-blog - 28. Jul 2008

Kurze Zwischenmeldung

Organisatorisches :P

 

Ich starte für mein Sportfreundeteam "Milch-Mädchen-Magdeburg" und werde die Startnummer 210 tragen.

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Organisatorisches :P

 

Ich starte für mein Sportfreundeteam "Milch-Mädchen-Magdeburg" und werde die Startnummer 210 tragen.

Am Samstag werde ich bereits nach Glücksburg fahren und mich registrieren, organisieren und aklimatisieren.

Wie es wohl aussieht, wird es ein feuchter Wettkampf mit Regenschauern.
Bitte drückt die Daumen für einen trockenen Wettkampf!

 

Ich zähl auf euch ;)

Martins Ostseeman-blog - 28. Jul 2008

Wie jetzt? Letzte Woche? T-140h

Der Ruhepuls nähert sich dem Wettkampfniveau… eigentlich sollten die letzten Einheiten gemacht sein…aber irgendwie kann ich mich noch nicht damit abfinden.

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Der Ruhepuls nähert sich dem Wettkampfniveau… eigentlich sollten die letzten Einheiten gemacht sein…aber irgendwie kann ich mich noch nicht damit abfinden.

Kommen wir zum Wochenende. An sich ist nicht viel passiert.

Am Samstag hab ich die Möglichkeit genutzt um in Kiel etwa eine halbe Stunde in der Förde –sprich Ostsee- zu verbringen. Als Schwimmtraining kann man das nicht bezeichnen, aber ein bisschen an Wellen und Salzwasser gewöhnen und das schöne Wetter genießen – reicht ^^

Im späteren Tagesverlauf folgte noch eine lockere Nachtradtour über etwa 50 Kilometer mit krassesten Anstiegen von gefühlten 20 Prozent (kennt jemand den Schulberg am Elbstrand in Hamburg?) und dem leicht hügeligen Gelände um Blankenese und den Süllberg (den habe ich dezent umfahren…war trotzdem hügelig genug!).

Das Hauptaugenmerk lag dabei in flotten Umdrehungen ohne hohe Gänge und ein paar Rollkilometer in der aerodynamischen Position.

Als ich dann um halb 1 wieder zu Hause war, hatte ich allerdings keine Muße mehr, die Laufschuhe anzuziehen und zu Koppeln – nun gut…passt schon *hust*

Sonntags ging es noch mal ruhig rollend zum Stadtparksee. Neben dem Sonnengenuss hab ich dann 2x lockere 300m perfektionierte lockere Brustschwimmtechnik vollführt und den Abend verfliegen lassen.

Heute dafür wieder früh aufgestanden und (kontraproduktiv?) ein paar der neuen XXL-Arme Übungen durchgeführt…Als Motivation konnte nur einer helfen: Rocky! :P Film geguckt und nebenbei Supersätze mit Kurz- und Langhantel, sowie ein paar nette Liegestütze durchgezogen.
Dann noch ein kleiner Sprint zur Redaktion und nun geht es an die körperliche Regeneration mit der wohl letzten Eiweißbombe der Woche!
Carboloading ist angesagt!!!

Es ist noch nicht vorbei… it has only just begun…

euer 6Tage-Martin

Martins Ostseeman-blog - 24. Jul 2008

Er kann nicht mit dem Zählen aufhören!

Mittlerweile sind es nur noch 9 Tage und 20 Stunden…

 

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Mittlerweile sind es nur noch 9 Tage und 20 Stunden…

 

Nein…in Wirklichkeit werde ich erst wieder am Wochenende nervös. Es wird zwar gesagt, dass man beim „IronMan“ selbst in den letzten 2 Wochen nichts mehr trainieren kann und soll, aber ich versuche trotzdem noch mit leichten Ausdauereinheiten meinen Körper auf die bevorstehende Belastung einzustimmen.
Die Schwimmeinheit verlief ruhig, ich bin eine Stunde mittelkräftig durchgezogen und habe somit mein schlechtes Gewissen beruhigt. Zumal man doch gemerkt hat, dass man mit der so genannten Tempobahn Schritt halten konnte. (Eine abgesperrte Schwimmbahn, wo ambitionierte Schwimmer Ihre Runden drehten.)
Mit der Gewissheit weiter schwimmen zu können -und das auch noch eine halbe Stunde- bin ich um 22:30Uhr aus dem Wasser gegangen und bin meinen Heimweg mit dem Rennrad angetreten.
Der Muskelkater vom Wochenende blieb größtenteils aus – ein gutes Zeichen der Regeneration.

Nun steht für mich noch eine mittelkurze Laufeinheit, eine „Neo“-Testeinheit in der Ostsee, sowie eine sehr leichte Rad-Lauf-Koppeleinheit für Sonntag auf dem Plan. Alles locker fluffig…denn der Körper soll sich schon mal erholen.

Im Widerspruch dazu stehen meine Radeinheiten zur Redaktion…
Heute habe ich den neuen Mantel eingefahren und es fühlt sich nett an

Um einen kleinen Einblick zu geben:
7,21 km
17:15 min
25,63 km/h Schnitt (Man bedenke: Hamburger Stadtverkehr & eine Menge Ampeln!)
50,15 km/h max
(da wurden auch ein paar Autos & Transporter überholt…bei dem Wetter macht es einfach Spaß in die Pedale zu treten :P )

– gleich wird noch eine „Erste Fahrt Profilüberprüfung“ durchgeführt um zu gucken, wie der Mantel denn so oberflächlich nach einer Fahrt aussieht.

Grüße aus dem Sonnigen Hamburg – auf das die Sonne die Flensburger Förde bis in 9 Tagen auf mindestens 20°C aufheizt.

Euer Zahlengraf Martin

Martins Ostseeman-blog - 22. Jul 2008

Bike-Run-Swim – mal was riskieren T-1Mio

Nur noch eine Million Sekunden bis zum Wettkampf…*ach, ich mag diese Countdowns…*

:)

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Nur noch eine Million Sekunden bis zum Wettkampf…*ach, ich mag diese Countdowns…*

:)

und kaum fahre ich mein Rennrad nach Hause um eine Woche der Schonung anzutreten, macht es: *schlupp-schlupp-schlupp* -die Lenkung versagt, man gerät in der Kurve in den Gegenverkehr und in meinem Falle hatte ich Glück, dass kein Gegenverkehr zugegen war!

So ist das.
Der vordere Reifen hat sich mal wieder verabschiedet und da ich keine Lust auf eine Flickaktion hatte, blieb mir nichts anderes übrig als mir von meinem Kleingeld ein S-Bahnticket zu kaufen. Damit fuhr ich dann soweit das Budget es erlaubte um dann noch eine kleine Fahhradschiebejoggingeinheit einzufügen.
Jawoll! Schön 2,5 Kilometer mit dem Fahrrad gejoggt und Blicke auf mich gezogen.

Dieser Schwalbe Blizzard-Mantel von vor 2 Jahren musste sich ehrenhaft verabschieden.Ich hatte bereits in weiser Voraussicht einen neuen Mantel bestellt.
Bei den ganzen kleinen Schlitzen und Pannen, die dieser 15Euro Drahtreifen hinter sich hatte, war es auch an der Zeit. Den OstseeMan wollte ich jedenfalls nicht mit so einem Schweizer Käse bestreiten.

Immerhin muss ich nicht lange auf Nachschub warten – Der Abholschein der Post hat mich bereits in der WG erwartet.
Morgen früh heißt es also früh aufstehen und zur Post watscheln :)
Ohne Werbung zu machen: Ich freu mich schon auf den Continental Grand Prix 4000S :)

Nebenbeibemerkt verspüre ich eine ähnliche Angst bezüglich der 3,8 Wasserkilometer und habe mir gestern Nacht noch "schnell" einen Swimshorty-Neoprenanzug bestellt. Keine Lust auf Unterkühlung und Nackichmachen in der Wechselzone, nur weil ich meine Badehose nicht unter dem Zeitfahranzug tragen will…
Da sich die Schwimmstrecke nicht nur mit einem Neo bewältigen lässt, werde ich noch etwas Geld investieren und gleich eine kleine Schwimmeinheit in der Alster-Schwimmhalle absolvieren. Brust- wie sonst ;)
immerhin haben die ja noch bis 23 Uhr auf :P

Grüße vom Chaostriathleten

Martins Ostseeman-blog - 21. Jul 2008

Paris-Roubaix für Fortgeschrittene T-13

oder auch die 3 Ländertour von Elbstadt zu Elbstadt (könnte ich mir selbst Flaschenpost schicken???)

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oder auch die 3 Ländertour von Elbstadt zu Elbstadt (könnte ich mir selbst Flaschenpost schicken???)

von Magdeburg nach Hamburg quer durch die Pampa!
Zunächst die Eckdaten:
Der Fahrradcomputer hat durchgehalten und funktioniert einwandfrei an der neu montierten Stelle.

275,79 Kilometer
10:05 Stunden
27,33 km/h Durchschnitt
62,20 km/h Maximum (na ja…da war das halt noch nicht windig und es war eine tolle Welle in der Altmark ;) musste ich ausnutzen :P

Da ich dieses mal eine wesentlich kürzere Strecke ohne viel verfahren gefunden habe, gehe ich davon aus, dass meine letzte Radtour die 300km Grenze geknackt haben muss…aber ohne Datenaufzeichnung kann man nix machen ^^

 

Es geht los:
Rucksack gepackt, Regenplane über den Rucksack gezogen und locker von Magdeburg Abschied genommen.Dom gegrüßt. Innenstadt durchquert und dann ging es nach Norden hinaus.

Um die für Fahrräder verbotene Bundesstraße zu umgehen musste ich durch ein kaputt gerissenes schlecht gesponnenes Netz von Dörfern um später auf tolerantere Haupt- und Bundesstraßen zu kommen.

Da ging es los.
Nachdem ich in einem gefühlten 60 Einwohnerdorf nach der Richtung gefragt hatte machte ich mich auf den Weg in Richtung Schakensleben…
Beim Aussprechen dieses Namens fing der Himmel an zu weinen – ein Zeichen?

Straße nass – Martin noch nicht beeindruckt – Kopfsteinpflaster voraus. Schlechtes Kopfsteinpflaster… SEHR SCHLECHTES KOPFSTEINPFLASTER!

Martin beeindruckt…oder sollte man sagen: geschockt, erniedrigt und zum Fluchen genötigt!!!-dass es sowas heutzutage noch gibt…

Nicht einmal die in schlechten Abständen gelegten Hosenträger konnte man nutzen. Kaum war man mit den Reifen drauf – war man schon wieder runter.
Sie waren sooo rutschig, dass ich selbst bei 10 km/h fast umgefallen bin.
2Kilometer später…jaaaa…genau…mit einem Schnitt von etwa 15km/h !!! hab ich endlich wieder Asphalt gesehen….aber nach 300 Metern kam dann ein weiterer Kilometer!
Danach hatte ich leichte Probleme meinen Lenker ohne Handgelenkschmerzen anzufassen…aber zum Glück gibt es die Aeroposition ^^
Kaum war die Ruckelei beendet hörte der Regen auf und ich konnte die kleine Gemeinde Schakensleben bewundern – NUR SCHNELL WEG HIER!

Weiter über andere Dörfer ging es dann in ein 20km langes Waldstück. Herrliche Natur und ein leckerer Geruch schöner kann Natur nicht sein – Keine Autos, Natur pur…eine Asphaltierte Straße zwischendurch……mir hats gefallen ;)

Dann kam ich auf die Bundesstraße Richtung Salzwedel und nach 125km hab ich mir meine große Esspause gegönnt. Auf einem Findling neben einem Imbiss, wo mich Schnitzel-und-Pommesmampfende Autofahrer erstaunt anglotzten ^^ Trinkflaschen und Mampftasche aufgefüllt und nach 10-15 Minuten ging es weiter.

Wetter war besser als angekündigt...danke ;)

Noch mehr Landstraße…auf einmal sehr welliges Gelände. An sich kein Problem. Wären da nicht diese Westwindsturmböen gewesen. 40 km später ab Uelzen hatte ich meine Ruhe von denen…leider haben sich meine Beine davon nicht so schnell erholt. Nochmal Trinkflaschen aufgefüllt und weiter ging es in Richtung Lüneburg.
Am Ortseingang hab ich mich in einer Tankstelle noch kurz frisch gemacht und die Trikots gewechselt und weiteres Wasser für die Trinkflaschen gekauft.
9km falschen Weges später (wie kann man Fernverkehr ausschildern und dann Fahrräder verbieten..,tzzzzzzz) hab ich die Route dank Karte am Straßenrand gefunden und bin dann über eine nette Strecke bei Bardowick nach Winsen gekommen…schnell und kräftig durch einen heftigen Regenschauer gekämpft und dann wurde ich auch schon wieder belohnt…

Regen...aber schön

…ab zur Elbe. Ein paar Fotos gemacht letztes Essen verzehrt und zum schönen Sonnenuntergang etwa 30km am Elbdeich entlang…herrlich!

mmmmmmhhh---irgendwie immer schön da!

Da ignoriert man das feuchte Trikot, die leeren Verpflegungstaschen und die bevorstehenden Kilometer durch das Hamburger Hafenindustriegebiet! Ab jetzt zählt nur noch die Elbtunneldurchquerung! Schnell noch Fußgänger aus der Röhre gescheucht, der Speicherstadt einen Besuch abgestattet. Joa…und fertig ;)

ich wieder - nach etwa 230km

Nachtrag: Der Magen und die Ernährung dürfte trainiert sein – extra fettig und teilweise schwer verdauliche Sachen eingebaut. Der Magen soll eine Vorstellung davon bekommen, was beim Marathon auf Ihn zukommt. :P

Meine Verpflegungsliste:
2 Eier
ein halbes Zwiebelbaguette (trocken)
3l Mineralwasser
1,5l Cola
1l Apfelsaft
8 Müsliriegel (Nuss)
2 belegte Brötchen („eins mit Schinken eins mit EI!!!!“ Ehm…nein, das zweite war mit Käse)
2 Äpfel
3 Gehacktesklopse/Bouletten/Frikadellen
4 Mini-Salamis im Bifi-Stil

Zu Hause dann noch 3 Knoppers, 250ml Joghurt mit Rosinen und Haferflocken…und einen halben Liter Capuccino mit 3 TL Zucker :)

Jetzt erstmal Regeneration und dann geht’s weiter mit Schwimmeinheiten ^^

Grüße vom Elbependler

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