Heft 05/2012
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Xbox 360, PS3, Wii, PC-Spiele: Im neuen Blog berichtet Games-Experte Benedikt Sauer von seinen Spielerfahrungen

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Benedikts Gameblog - 18. Dez 2008

Der große Konsolen-Check

Auf MensHealth.de gibt es seit heute einen sehr umfangreichen Konsolen-Check – inklsusive Handhelds. Wir haben die wichtigsten Spielmaschinen für euch einem Härtetest unterzogen und klären, welches Gerät zu welchem Spieler-Typ am besten passt.

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Auf MensHealth.de gibt es seit heute einen sehr umfangreichen Konsolen-Check – inklsusive Handhelds. Wir haben die wichtigsten Spielmaschinen für euch einem Härtetest unterzogen und klären, welches Gerät zu welchem Spieler-Typ am besten passt. Hier geht’s zum Test

Benedikts Gameblog - 24. Nov 2008

Star Wars: The Force Unleashed

Mit "Star Wars: The Force Unleashed" von Lucas Arts kommt endlich wieder ein sehr gutes Star-Wars-Spiel auf den Markt. Leider nicht für PC, aber für jede gängige Konsole.

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Mit "Star Wars: The Force Unleashed" von Lucas Arts kommt endlich wieder ein sehr gutes Star-Wars-Spiel auf den Markt. Leider nicht für PC, aber für jede gängige Konsole. Den umfangreichen Test findet ihr hier.

Benedikts Gameblog - 28. Sep 2008

Mercenaries 2: World in Flames

Junge, was bin ich aufgedreht. Gerade ist das Actionspiel Mercenaries 2: World in Flames von Electronic Arts erschienen, in dem ihr so sein ...

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Junge, was bin ich aufgedreht. Gerade ist das Actionspiel Mercenaries 2: World in Flames von Electronic Arts erschienen, in dem ihr so sein könnt wie ich. Was soll das heißen noch nie von mir gehört? Ich bin Mattias Nilsson aus Schweden, der beste Söldner der Welt! Okay, in den letzten Tagen war ich nicht ganz fit. So ein fieser Putschist namens Solano hat mir in den Hintern geballert. Ja echt. Und nun versucht diese Made die Macht in Venezuela an sich zu reißen. Das ganze Land ist ein einziges Kriegsgebiet. Aber ich werd’ ihm da einen dicken Strich durch die Rechnung machen. Niemand ballert mir ungestraft ins Sitzfleisch!

 

Ich + Granate = übernommener Panzer, so einfach ist dasAls ich seine Villa stürmte, war der fiese Sack leider nicht da. Immerhin kann ich seine Bude jetzt als Basis für meine Suche nach ihm nutzen, haha. Meine Kollegin Fiona Taylor unterstützt mich dabei mit aller Kraft. Während ich draußen alles in Schutt und Asche lege, stellt sie Kontakte zu Splittergruppen her, die mir mit Söldneraufträgen das nötige Kleingeld für meinen Feldzug verschaffen. Manche haben sogar Informationen zu Solanos Aufenthaltsort. Ziemlich praktisch, oder?

 

Angriff auf eine Feindbasis. Solano, ich komme!Explosiver GTA-Klon

Meine Welt lässt sich übrigens sehr gut mit dem Spiel "Grand Theft Auto" vergleichen: Kaum geh’ ich aus meiner neuen Villa raus, bin ich frei wie ein Vogel. Ich kann überall hingehen, fahren oder fliegen – je nachdem, ob ich das passende Fahrzeug dazu finde. Und wenn nicht, lass ich es mir einfach per Helikopter einfliegen. Ja genau: Durch erledigte Söldneraufträge bekomme ich von den Fraktionen oft (zusätzlich zur Kohle) Fahrzeuge, Helikopter, Boote und Luftangriffe geschenkt. Haha, ja, Luftangriffe! Mit Infrarotmarkierung und so. Vom Bunker-Buster bis zur Streubombe ist alles dabei. Das explosive Zeug ist auch dringend nötig, denn die Aufträge sind mitunter ziemlich happig.

 

Einen Heli zu übernehmen ist für mich kein Problem. Harpune abschießen, am Seil hochziehen, Piloten rauswerfenNicht selten muss ich beispielsweise in eine riesige Feindbasis eindringen, nur um dort eine einzige Person zu eliminieren. Da liegt es doch nahe, den gesamten Fleck einfach aus der Luft einäschern zu lassen. Das Problem ist jedoch, dass mir eine lebende Zielperson mehr Geld einbringt. Aber das tolle an meinem Beruf ist ja, dass man sich immer wieder neue Taktiken ausdenken kann. Gestern hatte ich beispielsweise einen ähnlichen Auftrag: Mit einer Harpune hängte ich mich an einen vorbeifliegenden Kampfhubschrauber, zog mich hoch und warf den Piloten einfach raus. Mit dem geklauten Heli bin ich dann unbehelligt in die Basis geflogen, getarnt als Mitglied der Feindfraktion, und direkt neben der Zielperson gelandet. Ich musste sie nur noch einkassieren. Na? Bin ich gut oder was? Yeah!

 

Wo ich bin, herrscht Chaos. Einstürzende Hochhäuser sind für mich AlltagKritische Söldnersorgen

So ganz perfekt ist mein Beruf aber auch nicht. Die ganzen Nebenjobs sind viel zu einfach für mich, werden mit der Zeit echt langweilig. Ständig soll ich hier und da hinfliegen und Gebäude einäschern oder Personen zur Strecke bringen. Und wenn ich dann meine Suche nach Solano fortsetze, wird es plötzlich bockschwer. Gelegentlich brauch’ ich sogar mehrere Anläufe, obwohl ich der Champ bin. Äh, das bleibt aber unter uns! Vielleicht wäre mein Job nicht manchmal so demotivierend, wenn ich mehr Abwechslung hätte. Die Aufträge müssten mir mit etwas mehr Pep angeboten werden, so wie in "GTA IV" vielleicht, mit einer kleinen Geschichte drum herum – selbst bei jedem Nebenjob. In meiner Welt kann man das aber vergessen, hier spricht man in der Regel nur das Nötigste miteinander.

 

Fazit

Was? Nein, ich will mich ja gar nicht beschweren. Ich bin ein Mann, ein Söldner! Aber wer in Mercenaries 2: World in Flames mein Leben nachspielt, wird mich sicher verstehen. Meine Welt ist groß, mit unfassbar vielen Möglichkeiten, aber ihr fehlt etwas Flair und mehr Abwechslung. Es passiert einfach zu selten Unerwartetes. Dennoch mag ich meine Rolle. Vor allem die Ballereien und die vielen, vielen Explosionen halten mich auf Trab. Man zieht nicht alle Tage mit so viel Sprengkraft im Gepäck in den Krieg. Schaut euch Mercenaries 2 an, wenn ihr auf so eine geile Action steht und GTA IV schon zu oft durchgespielt habt. Ihr werdet es nicht bereuen, darauf verwette ich meine noch intakte Arschbacke!

 

Plattform: PC, Xbox 360, PS2, PS3,
Preis: 40 bis 65 Euro (je nach Plattform)
USK: ab 18
Website: http://www.mercs2.eu/de/

Benedikts Gameblog - 17. Sep 2008

Die Siedler: Aufbruch der Kulturen

Ja Herrschaftszeiten verflixt noch eins: Wos hoam denn die Bayern in „Die Siedler: Aufbruch der Kulturen“ von Ubisoft zu suachn? Die gleiche Frage habe ich mir beim Betrachten des Spielcovers auch gestellt – nur auf Hochdeutsch.

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Ja Herrschaftszeiten verflixt noch eins: Wos hoam denn die Bayern in „Die Siedler: Aufbruch der Kulturen“ von Ubisoft zu suachn? Die gleiche Frage habe ich mir beim Betrachten des Spielcovers auch gestellt – nur auf Hochdeutsch. Vielleicht braucht es einfach nur eine Kultur, die weltweit schön klischeehaft breitgetreten wird. Und die Bayern, im Spiel heißen sie Bajuwaren, tragen nun mal alle Lederhosen, essen den ganzen Tag Brezeln und saufen Bier.

 

Das Remake eines Remakes
Aufbruch der Kulturen ist im Grunde nicht mehr als eine Weiterverwertung vom 1996 erschienenen "Die Siedler 2": gleiches Regelwerk, ein paar neue Features, zeitgemäße Grafik. Nach dem gleichen Prinzip erschien 2006 auch das Remake "Die Siedler 2: Die nächste Generation." Ubisoft hat für diese Aufbrezel-Taktik auch einen Namen: die Traditions-Reihe. Die normale Weiterentwicklung der Siedler-Spiele fällt dann unter die so genannte Evolutions-Reihe, darunter der zuletzt erschienene Teil "Aufbruch eines Königreiches."

 

Dort wo knubblige Wesen in Lederhosen auf satten Wiesen umherlaufen, wohnen die besten Brezelbäcker der WeltDie Story von Aufbruch der Kulturen ist schnell erklärt: Gemeinsam mit den Schotten und Ägyptern müssen die Bajuwaren den Zorn der Götter besänftigen. Genauer: den von Olympus, der die Menschen am liebsten in einer Sintflut ertränken möchte, weil sie sich immer nur streiten. Um ihn von seinem Vorhaben abzuhalten, müssen ihm die drei Völker, äh, Kulturen zeigen, dass ihnen auch Zusammenhalt ein Begriff ist. Olympus stellt ihnen also die Aufgabe, gemeinsam die Olympischen Spiele auszutragen – mit genügend Nahrung, Unterkünften und drei neuen Disziplinen.

 

Im klassischen Die Siedler 2-Prinzip muss nun ein funktionierender Wirtschaftskreislauf aufgebaut werden. So produziert ein Bauernhof Weizen, der in der Mühle gemahlen und in der Bäckerei gemeinsam mit Salz zu Brezeln verarbeitet wird. Diese sind wiederum für Minenarbeiter notwendig, damit sie fleißig Steine kloppen, um mit den gewonnenen Rohstoffen den Baustoff für Waffen, Werkzeuge und andere Güter zu liefern.

 

Vom Panikstart zum Neustart
Die Kampagne beinhaltet elf Missionen, die jeweils in drei Schwierigkeitsstufen gespielt werden können: unkompliziert, einfach und normal, wobei normal eher für schweißtreibend schwer steht – auch für erfahrene Spieler. Nach dem Start der ersten Mission kommt dann der große Schock: Nach einer peinlich schlechten Einführungssequenz, bestehend aus zwei Köpfen, die sich miteinander unterhalten, blickt man auf sein Lagerhaus. Das war’s. Das Spiel läuft. Ach ne, da ist ja dieses dünne Infokästchen in der Ecke mit zwei Einsteigertipps. Von einem echten Tutorial ist jedoch weit und breit nichts zu sehen. Also probiert man sich anfangs an den vielen Gebäuden aus, schaut, welches davon wohin platziert werden sollte. Anschließend: Missionsneustart.

 

Die Missionen der Ägypter sind fast die gleichen wie bei den Bajuwaren und SchottenIst der Einstieg erstmal geschafft, fängt Aufbruch der Kulturen dann endlich an Spaß zu machen. Das Aufbauen und im Gang halten der Wirtschaft ist unterhaltsam – aber nur einige Missionen lang. Nachdem Olympus mit dem Bajuwaren-Volk besänftigt wurde, muss man das Gleiche mit den Ägypter und den Schotten hinbekommen. Statt 50 Brezeln müssen dann beispielsweise 60 Brote als Verpflegung gebacken werden – wie einfallslos.

 

Das ist neu
Einfallsreicher sind hingegen die neuen Features: Die drei Kulturen bringen ihre eigenen Gebäudetypen mit und unterscheiden sich in ihren Stärken. Während die Schotten die stärksten Krieger haben, floriert bei den Ägyptern die Wirtschaft am besten. Die Bajuwaren stellen die goldene Mitte dar. Neu sind auch die Opfertempel. Mit ihnen kann man sich im Spiel einige Vorteile verschaffen. Fehlt es beispielsweise mal an einer bestimmten Ware, kann das mit genügend Opfergaben ausgeglichen werden. Unterm Strich retten die Neuerungen das Spiel jedoch nicht vor der einfallslosen Kampagne. Dann lieber im Multiplayer gegen andere Spielen, aber das ist nun mal nicht jedermanns Sache.

 

Fazit
Aufbruch der Kulturen ist eine Neuauflage des zehn Jahre alten zweiten Teils, dessen Spielprinzip noch immer motiviert. Ein Spielprinzip, das jedoch stark von der richtigen Aufmachung abhängig ist – und hier hat Entwickler Funatics gepfuscht. Während das Szenario interessant wirkt, zerschmettern die dünne Story und schnell vorhersehbare Missionen den Spielspaß mit göttlicher Stärke. Wer noch nie einen Siedler 2- Klon gespielt hat, kann zugreifen. Der Rest wartet auf den nächsten (und hoffentlich besseren) Klon oder probiert sich am letzten Siedler-Titel der Evolutions-Reihe – Aufbruch eines Königreiches.

 

Plattform: PC
Preis: 50 Euro
USK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Benedikts Gameblog - 03. Sep 2008

Das Schwarze Auge: Drakensang

Hand hoch, wer das Pen-&-Paper-Rollenspiel "Das Schwarze Auge" (kurz DSA) von 1984 kennt! Hm, ich seh’ nur die Arme von ein paar abgedrehten ...

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Hand hoch, wer das Pen-&-Paper-Rollenspiel "Das Schwarze Auge" (kurz DSA) von 1984 kennt! Hm, ich seh’ nur die Arme von ein paar abgedrehten Freaks in der Luft. Das muss ich ändern… "Das Schwarze Auge: Drakensang" von dtp: Hilf mir, die Menschheit zu bekehren!

 

Wie das funktionieren soll? Ich erklär’s mal: Drakensang basiert auf dem hochkomplexen DSA-Regelwerk, das für die PC-Umsetzung leicht abgeändert wurde. Währe ganz schön gemein, wenn man das alles vorher büffeln müsste. Aber das Spiel wurde so konzipiert, dass DSA-Neulinge nicht erst das Regelwerk studieren müssen, bevor sie Schild und Keule schwingen können. Die meisten Berechnungen laufen unbemerkt im Hintergrund ab. Das Handbuch muss aber durchaus mal benutzt werden.

 

Meinen Helden Marke Eigenbau können bis zu drei weitere Abenteurer begleiten. Die Katze gehört nicht dazu, Miaaau!Ein Mörder geht um
Erstmal zur Story: Drakensang zieht den Spieler in die DSA-Welt Aventurien. Seit einigen Tagen wird die Stadt Ferdok von einer mysteriösen Mordserie heimgesucht. Die Bewohner sind verängstigt, die Wachen in höchster Alarmbereitschaft. Zum Schutz wurden alle Stadtteile abgeriegelt und Straßensperren vor der Stadt errichtet. Das ist gar nicht gut, denn die Reise nach Ferdok stellt die erste Aufgabe für den Spielerhelden dar. Ein alter Kumpel namens Ardo von Eberstamm wartet auf ihn. Im Dorf Avestreu versperrt jedoch der grimmige Zöllner Nandor mit seinen Männern den Weg in die Stadt. Zwei angesehene Fürsprecher sind nötig, um durchgelassen zu werden. Natürlich müssen beide erst von den eigenen Qualitäten überzeugt werden, streng nach dem "Eine Hand wäscht die andere"-Prinzip. Die ausgeklügelte Quest-Maschinerie nimmt Fahrt auf und hält den Spieler bis zum Schluss unter Hochspannung.

 

Vorsicht Regelwerk!
Bei der Charaktererstellung stehen 20 vorgefertigte DSA-Klassen zur Auswahl, darunter Krieger, Kampfmagier und Bogenschütze. Auch gibt es so exotische Klassen wie beispielsweise den Piraten. Wer möchte, kann sich im Profimodus auch seine eigene Klasse zusammenschustern. Beim Heldenaussehen gibt es jedoch keine Freiheiten, dafür kann der Name frei bestimmt werden

 

Die ersten Schritte in Aventurien bekommen DSA-Neulinge kaum ohne Handbuch hin, denn die Brettspiel-Ideologie erfordert Umdenken. Während ein Schwert in vielen anderen Rollenspielen beispielsweise mit einem Schadenswert von 7-11 Punkten definiert wird, bezeichnet Drakensang diesen Wert mit "1W6+5". Ja ich weiß, das hört sich total kompliziert an. Aber so schlimm ist es gar nicht, ehrlich. Bei einem Schwerthieb wird ein klassischer Würfel mit sechs Seiten geworfen, anschließend werden dem erwürfelten Wert fünf Punkte hinzuaddiert. Im Kampf selbst oder beim Einsatz von Fertigkeiten werden dann so genannte Proben gewürfelt, deren Ergebnis festlegt, ob ein Schlag trifft oder eine Fähigkeit erfolgreich eingesetzt wird. Wer dieses System nur ansatzweise verstanden hat, und das fällt nicht schwer, kann sich voll und ganz dem Drakensang-Zauber hingeben.

 

Während mein Krieger den stinkenden Ork an sich bindet, brutzelt ihn der Kampfmagier von hinten ordentlich durch. Die Waldläuferin legt ein paar Pfeile obendraufDauerkloppen bis zum Finale
Die Kämpfe sind ein wichtiger Bestandteil von Drakensang, erinnern stark an Baldur’s Gate. Auch wenn es kaum danach aussieht: Die Scharmützel laufen allesamt rundenbasiert ab. Außerdem können sie jederzeit angehalten werden. Während man sich anfangs allein mit dem Feindgesindel prügeln muss, trifft man im Laufe des Spiels auf weitere Superhelden, denen genauso gerne die Hand ausrutscht. Bis zu drei von ihnen können den eigenen Helden begleiten, der Rest muss im eigenen Anwesen in Ferdok auf Abruf warten. Der Aufbau der Party sollte clever durchdacht sein, denn jeder Gefährte hat besondere Fähigkeiten. Während der kräftige Zwergensöldner Forgrimm beispielsweise am liebsten lautstark die Axt schwingt, eignet sich Dieb Dranor eher für Angelegenheiten mit viel Fingerspitzengefühl. Nein, nicht Sex, aber so was wie Schlösserknacken oder Taschendiebstahl.

 

Packend bis kurz vor Schluss
Auch wenn der Einstieg etwas zäh ausfällt: Drakensang kann schnell begeistern. Die große Stärke des Spiels ist nicht nur die packende Story, sondern auch alles drum herum. Die Welt Aventurien wirkt sehr lebendig. An vielen Ecken möchte man am liebsten die Aussicht genießen oder den Bewohnern bei ihrer Arbeit zuschauen – wenn da nicht die vielen finsteren Gestalten auf eine Abreibung warten würden. Das geht natürlich vor. Und während die Kämpfe für knifflige Spannung sorgen, kommt der Showdown am Ende des Spiels auf dünnen Krücken daher: Nach über 40 Stunden Spielzeit, hunderten von Kämpfen und zigtausend gefallenen Würfeln muss man mit Erschrecken feststellen, dass die Belohnung für all die Mühen eine langweilige und sehr kurze Endsequenz ist. Gähnfaktor: hoch. Frustfaktor: noch viel höher!

 

Mit der Zeit bekommen meine Recken immer coolere RüstungenIch bin noch nicht fertig mit meckern: Einen ähnlich hohen Nervfaktor erreicht man in Drakensang beim Laufen. Ja genau. Zwar zieren Aventurien wunderhübsche Orte, die sind aber allesamt kilometerweit entfernt. Hm, wie Marathonläufer sehen die Recken doch gar nicht aus – und die schwere Rüstung erst. Zwar hat das Spiel eine automatische Wegfindung, die Sichtweite reicht aber nicht dazu aus, um sich in der Zeit, in der die Helden zum Zielpunkt rennen, mal eben schnell ‘nen Schockozwieback zu holen. Eine Dauerlauf-Taste fehlt übrigens auch. Gäbe es in Drakensang für Rüstungsgegenstände einen Haltbarkeitswert, müsste man nach jedem vierten Quest die Latschen austauschen. Aber mal unter uns: Die Lauferei mag zwar an einigen Stellen echt nervig sein, die hohe Spielmotivation lässt sich davon aber selten umhauen.

 

Fazit
Klar, Das Schwarze Auge: Drakensang hat ein paar nervige Macken. Aber unterm Strich hat das Spiel das Zeug zum besten Rollenspiel des Jahres. Wer sich etwas in die DSA-Materie kniet und das kleine Handbuch büffelt, wird schnell erste Suchtgefühle verspüren. Die ständige Jagd nach besserer Ausrüstung, mehr Erfahrungspunkten und Questerfüllungen motiviert bis zum Schluss. Und eins kann ich garantieren: Nach dem ersten Durchspielen möchte man Drakensang am liebsten gleich noch mal von vorne spielen. Das sollte als Kaufgrund doch ausreichen, hm?

 

Plattform: PC
Preis: 50 Euro
USK: ab 12 Jahren

Benedikts Gameblog - 05. Aug 2008

Metal Gear Solid 4 – Sons of the Patriots

Mit Metal Gear Solid 4 von Konami schließt sich das letzte Kapitel einer epischen Story, die vor 20 Jahren ihren Ursprung fand. Eine Story, die man eigentlich nur als eingefleischter Fan versteht, aber der vierte und angeblich letzte Teil macht auch ohne Vorkenntnisse Spaß.

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Mit Metal Gear Solid 4 von Konami schließt sich das letzte Kapitel einer epischen Story, die vor 20 Jahren ihren Ursprung fand. Eine Story, die man eigentlich nur als eingefleischter Fan versteht, aber der vierte und angeblich letzte Teil macht auch ohne Vorkenntnisse Spaß. Die unzähligen Anspielungen auf die Vorgänger lassen einen dann aber auch kalt. Zu schade, denn die Erzählfäden, die der MGS-Macher Hideo Kojima über 20 Jahre lang gesponnen hat, laufen in Sons of the Patriots allesamt zusammen. Ein fantastisches Ergebnis mit Zwischensequenzen von bis zu 60 Minuten!

 

Grafisch gesehen ist Metal Gear Solid 4 fast konkurrenzlos hübschWorum geht’s?

Im Zentrum des Geschehens steht, wie in den drei Teilen zuvor, "Snake" – ein Bilderbuchsoldat, der nur für den Krieg geschaffen und ausgebildet wurde. MGS-Neulinge werden sich wundern, warum Snake ein altersschwacher und ergrauter Kampf-Opa ist. Früher war er eine muskulöse Kampfmaschine mit Knackpo und blitzschnellen Reflexen, heute übernehmen ein muskelstärkender Spezialanzug und haufenweise Aufputschmittel diese Arbeit. Der Grund für Snakes Verfall hat mit der spannenden Story zu tun, die soll hier aber nicht verraten werden.

 

Die komplexe Geschichte aufs wesentliche reduziert: Snakes Erzfeind und Klonbruder "Liquid" will die Kontrolle über die Nanomaschinen gewinnen, die fast jedem Menschen impliziert wurden, um Körper und Geist zu optimieren. Unterm Strich könnte Liquid die gesamte Menschheit nach seiner Pfeife tanzen lassen. Bis zum Ende bleibt jedoch unklar, was er genau vorhat. Eines steht jedoch fest: Das kann nichts Gutes sein. Also zieht Snake in den Kampf, um Liquid zu stoppen.

 

Wer nicht schleichen will, steht schnell einer feuerstarken Übermacht entgegenSchleichen oder Stürmen?

Metal Gear gilt als Mitbegründer der Schleichspiele. Auf leisen Sohlen und mit Messer und schallgedämpfter Pistole kommt man effektiver voran als wild um sich ballernd. Wird man entdeckt, schlägt der Feind Alarm und zieht Verstärkung heran. Findet der Gegner einen getöteten Kameraden, passiert das Gleiche. Um gegen die stetige Übermacht gewachsen zu sein, gibt es für unseren Superopa einen Haufen Spielereien. Sein Tarnanzug nimmt beispielsweise die Textur von Oberflächen an, mit denen er intensiv in Berührung kommt. Auf der Suche nach Gegnern hilft ihm sein „Solid Eye“ – eine Art Augenklappe, die Freund und Feind anzeigt und bei Bedarf auch als Fernrohr oder Nachtsichtgerät genutzt werden kann.

 

Trotz Herumgeschleiche geht es auch regelmäßig ordentlich zur Sache. Für die größeren Ballereien sammelt sich Snake mit der Zeit ein gigantisches Waffenarsenal zusammen. Die Munition wird dabei nie knapp, denn ein ziemlich abgedrehter Waffenhändler verfolgt unseren Krüppelkrieger auf Schritt und Tritt. Bei ihm können bei Bedarf jederzeit Munition, Gadgets oder neue Waffen eingekauft werden.

 

Highlight oder Schlaftablette?

Die Videosequenzen zwischen und nach den Spielabschnitten sind eigentlich ein absolutes Highlight von Metal Gear Solid 4. Mit Cutscenes und Briefings, wie man sie aus anderen Spielen kennt, sind diese aber nicht zu vergleichen. Zwischen zwei Missionen können schon mal 60 Minuten vergehen, teilweise kommt man sich vor wie in einem Film. Die langen Zwischensequenzen können aber auch schnell zur Schnarchphase mutieren. Um dem entgegen zu wirken, haben sich die Entwickler ein paar Wachhalter ausgedacht. So müssen beispielsweise während den Briefings regelmäßig Knöpfe gedrückt werden, um sich besondere Blickwinkel oder Snakes Erinnerungen ansehen zu können.

 

Fazit

Metal Gear Solid 4 ist spielerisch sehr gut gelungen. Unterm Strich wirkt das Spiel jedoch zu oft wie ein Film. Am Ende bleibt das Gefühl, ein paar Szenen eines opulenten Blockbusters interaktiv mitgespielt zu haben. Es braucht viel Zeit, bis man dieses ausgefallene Spielkonzept annehmen kann. Wer mal eben ‘ne schnelle Runde zocken will, wird mit MGS4 nicht glücklich werden. Wer einen abendfüllenden Zeitvertreib sucht, muss zugreifen, denn hier zeigt das Spiel, was spielerisch, grafisch und storymäßig alles möglich ist – eine Sinfonie auf die Spielkultur.

 

Plattform: PS3
Preis: knapp 60 Euro
USK:
keine Jugendfreigabe

Benedikts Gameblog - 10. Jul 2008

Bitfilm-Festival 2008

Der Machinima-Kunstfilm ''I'm So Sick''Im Planetarium in Hamburg wurden gestern im Rahmen des MEHR

Der Machinima-Kunstfilm ''I'm So Sick''Im Planetarium in Hamburg wurden gestern im Rahmen des Bitfilm-Festivals 2008 die Preise für die besten Animationsfilme verliehen. Darunter auch die junge Kategorie "Machinima", die live in Computerspielen gedrehte Filme bezeichnet.

 

"I’m So Sick" von Baron Soosdon aus Finland zeigte beispielsweise eindrucksvoll, was aus Spielen wie "World of Warcraft", "Unreal Tournament 2004" und "Half-Life 2" alles rauszuholen ist. Während die Charaktere im Musikvideo, das auf dem gleichnamigen Lied "I’m So Sick" von Flyleaf basiert, allesamt nur aus World of Warcraft stammen, werden die Hintergründe aus allen drei Spielen generiert. Das Ergebnis ist beeindruckend.

 

''Our Wonderful Nature'' gewann den ersten Preis in der Kategorie 3D-SpaceMein Favorit des Abends war jedoch der Gewinner der Kategorie "3D Space", in die komplett computeranimierte 3D-Animationen gesteckt wurden. "Our Wonderful Nature" von Tomer Eshed ist eine deutsch-israelische Produktion. Der Kurzfilm zeigt die Balzrituale von zwei Spitzmäusen in Slow-Motion – mehr will ich nicht verraten.

 

Das Bitfilm-Festival 2008 findet noch heute und morgen statt. Das Beste daran: Es sind noch Karten verfügbar – und es lohnt sich! Gezeigt werden alle eingesendeten Filme, die in die engere Auswahl gekommen sind. Auch wurden Filme speziell für das 360-Grad-Kino im Planetarium gedreht. Einlass ab 18 Uhr, die Karte kostet fünf Euro.

 

Mehr Infos auf planetarium-hamburg.de

Benedikts Gameblog - 30. Jun 2008

Diablo 3 angekündigt

Meine Gebete wurden erhört: Entwickler Blizzard hat auf seiner Hausmesse in Paris Diablo 3 angekündigt, yeeeehaaa! Ein MEHR

Meine Gebete wurden erhört: Entwickler Blizzard hat auf seiner Hausmesse in Paris Diablo 3 angekündigt, yeeeehaaa! Ein Cinematic-Teaser und Gameplay-Video geben erste Eindrücke von der Fortsetzung des dämonischen Hack-&-Slay-Königs. Mein Spiel des Jahres 2009 steht somit bereits fest. Oder doch erst 2010?

 

Hach, wie gern erinnere ich mich an die alten Zeiten, in denen ich mit meiner furchteinflößenden Assassine die Welt durch meine Kick-Künste verbessern wollte. Ein Hack hier, ein Slay dort, dann ein schneller Rundum-Tritt und die dämonische Brut war Geschichte. So einfach das Spielprinzip auch war, der Sammeltrieb packte jeden, spätestens nach dem dritten Schlag. Auch im dritten Teil will Blizzard dieser Tradition treu bleiben. Keine Experimente, nur Verbesserungen, so die Devise. Das ist auch gut so, denn genau das erwartet die riesige Fangemeinde.

 

Der Barbar hat einige seiner Tricks aus dem zweiten Teil geerbt, darunter auch der SprungangriffHöchste Geheimhaltung

Die Arbeiten an Diablo 3 starteten direkt nach dem Addon "Diablo 2: Lord of Destruction", das war vor etwa sieben Jahren. Unglaublich, wie Blizzard über eine so lange Zeit den Titel vor der Öffentlichkeit geheim halten konnte. Normalerweise sickert so etwas in der Spielindustrie schnell durch. Vor allem, wenn es sich dabei um einen Nachfolger von Diablo 2 handeln soll, denn lange Zeit gab es intensive Spekulationen über eine Fortsetzung. Wann soll sie kommen? Was wird sich ändern?

 

Ein Teil kann jetzt schon beantwortet werden. Zwar steht ein genauer Releasetermin noch nicht fest, jedoch offenbart der Gameplay-Trailer bereits zwei Klassen: den Barbaren und Hexendoktor. Auch die Spielgrafik wird gezeigt: Bunter als bei den Vorgängern, dafür aber mit Physik-Effekten. So lassen sich in der Unterwelt Mauern, Brücken oder Möbel zum Einstürzen bringen. Dahinter soll sich jedoch keine echte Physik-Engine befinden, sondern gescriptete Effekte, die an bestimmten Stellen oder mit speziellen Aktionen ausgelöst werden können.

 

Der Hexendoktor ist hingegen neu. Einige seiner Tricks kennt man jedoch aus dem Online-Rollenspiel World of WarcraftGrandioses Marketing

Ein großes Lob verdient Blizzard für seine Marketing-Strategie. Für mich ähnelt sie der von Apple. Wie schafft man es, für jedes seiner Produkte schon im Vorfeld einen Hype zu generieren? Eine gute Antwort auf diese Frage kennen wohl nur Apple und Blizzard. Fast hätte ich gesagt, dass es an den qualitativ hochwertigen Produkten liegt. Bei Blizzard würde das mit Sicherheit zutreffen, aber Apple hat schon einige Flops produziert. Zuletzt musste auch das iPhone starke Kritik einstecken. Bei Blizzard kann man sich jedoch sicher sein, dass man zum Release ein funktionierendes Spiel für sein Geld bekommen wird. Das wird wohl auch der Grund sein, warum die Fertigstellung von Diablo 3 erst auf Ende 2009, wenn nicht 2010 geschätzt wird. Auch wenn die Spielszenen den Anschein haben, als stünde die Fortsetzung bereits kurz vor ihrer Fertigstellung.

 

Na ja, dann muss ich mir die Zeit bis 2010 wohl mit Diablo 2 verkürzen, wenn ich denn noch ein Exemplar bekomme. Denn kurz nach der Ankündigung von Diablo 3 schnellte die Bestseller-Version des zweiten Teils bei Amazon auf Platz drei der Verkaufscharts. Hoffentlich kein Grund für Blizzard, den Release-Termin noch weiter nach hinten zu verschieben.

 

Bilder: Blizzard Entertainment

Benedikts Gameblog - 23. Jun 2008

Devil May Cry 4

Die Begeisterung um Devil May Cry 4 von Capcom war schon vor dem Release groß. Kein Wunder, denn die gute Qualität der ...

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Die Begeisterung um Devil May Cry 4 von Capcom war schon vor dem Release groß. Kein Wunder, denn die gute Qualität der drei Vorgänger hat bereits für viele Fans gesorgt. Einer von ihnen ist Kim Patrick Müller-Lütgenau, der sich für unsere Spieltester-Aktion tief in das Geschehen des vierten Teils geworfen hat.

 

Nero kämpft größtenteils gegen Horden von Dämonen, die ich mir aber irgendwie anders vorgestellt habe ...Kims Spielerfahrungen

Zugegeben: Die Devil May Cry-Reihe ist Geschmackssache. Nicht alle mögen das asiatische Flair, das "Hack & Slay"-Kampfprinzip und die mitunter skurrile Atmosphäre. Diesem Spielprinzip bleibt Entwickler Capcom auch im vierten Teil treu, der erstmals auf mehreren Plattformen erscheint. Zuvor gab es das Spiel nur exklusiv für die Sony Playstation 2.

 

Die mit den ersten drei Teilen erzählte Story ist ziemlich umfangreich. Neueinsteiger sollten sie zumindest kurz überflogen haben, um die Geschichte von Devil May Cry 4 in vollen Zügen genießen zu können. Genügend Zeit dazu bleibt während der Installation des Spiels: Erst nach etwa 30 Minuten – oder einer gefühlten dreiviertel Stunde – ist alles installiert.... denn manche von ihnen sehen aus wie bunte Puppen, die aus Stoffresten zusammengeflickt wurden – wie diabolisch! Danach folgt eine knapp 20-minütige filmreife Einführung, die den aufgewarteten Frust zumindest ein klein wenig schmälert. Immerhin wird währenddessen auch gleich die Spielmechanik erklärt.

 

Aber zurück zum Spielgeschehen: Um den Wettstreit zwischen gut und böse geht es auch in Devil May Cry 4. Neu ist jedoch, dass der Spieler in die Rolle des jungen Ritters Nero schlüpft. Gegen die unzähligen Dämonen, die auch im vierten Teil wieder in Horden auftauchen, hat Nero (wie schon Dantes zuvor) einiges auf Lager: Zwei Revolver, ein furchteinflößendes Schwert und der sogenannte Devilbringer. Beim Devilbringer handelt es sich schlichtweg um Neros rechten Arm. Äh, klingt unspektakulär? Ja Moment, da kommt ja noch was! Sein rechter Arm verfügt nämlich über mächtige dämonische Kräfte. Das hört sich schon viel gefährlicher an, oder?

 

Neros heimliche Liebe heißt Kyrie. Vor ihr verbirgt er auch gerne mal seinen dämonischen Arm.Kombinier dich zum Sieg

Egal wo Nero hin möchte, fiese Dämonen stehen immer zwischen ihm und seinem Ziel – und am Ende wartet, wie zu Super-Mario-Zeiten, ein kniffliger Bossgegner auf ihn. Das Prinzip könnte für manche Spieler auf die Dauer langweilig werden, vor allem in Kombination mit dem geradlinigen Leveldesign. Aber das ist nun mal typisch Devil May Cry. Für viel Abwechslung sorgt dafür das ausgeklügelte Aufmotz-System: Der Protagonist kann mit vielerlei Fertigkeiten und Kampf-Moves gepimpt werden, bestimmte Kombos muss man also erst freischalten. Am Ende kloppt Nero dann auf seine Feinde ein, als wäre ihm das Kämpfen schon im Mutterbauch beigebracht worden. Spektakuläre Kampfszenen sind das Resultat.

 

Dennoch bleibt zu betonen, dass gerade für die besonders coolen und mächtigen Moves ein gutes Gedächtnis und eine ausgeprägte Fingerkoordination gefragt sind. Der Spieler muss die vielen Tastenkombinationen büffeln, um im Kampf auch effektiv sein zu können. Zudem sind einige Stellen nervenaufreibend schwer und mit stuipidem Draufhauen kaum zu meistern. Spätestens hier trennt sich die Fan-Spreu vom Gelegenheitsspieler-Weizen.

 

Fazit

Für Fans ein Muss, für Neueinsteiger nur bedingt geeignet. Wer sich nicht mit der Vorgeschichte beschäftigt hat oder mit Tastenkombinations-Kämpfen kaum was anfangen kann, den wird Devil May Cry 4 nur schwer begeistern können. Dennoch: Die enorm coolen Kämpfe und abgedrehten Zwischensequenzen machen das Spiel zu einer gelungenen Fortsetzung, die obendrein auch noch viele Neuerungen beinhaltet, aber nicht auf Bewährtes verzichtet.

 

Plattform: PC, PS3, Xbox 360
Preis: 35 bis 55 Euro (je nach Plattform)
USK: ab 16 Jahren

 

Benedikts Gameblog - 07. Jun 2008

Duke Nukem Forever

Der Duke hat lange nichts mehr von sich hören ... 	

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Der Duke hat lange nichts mehr von sich hören lassenIt’s done "when it’s done"! Ich kann diesen Satz, der mittlerweile wohl zu den bekanntesten Zitaten der Spielgeschichte zählt, einfach nicht mehr hören. Es geht um Duke Nukem Forever von 3D Realms. Fast 12 Jahre lang lässt Chef-Entwickler Scott Miller bereits die Fans des 1996 veröffentlichten Ego-Shooters Duke Nukem 3D auf einen Nachfolger hoffen. Dabei sah es anfangs gar nicht nach einer so langen Entwicklungszeit aus. Ein 2001 veröffentlichter Trailer zur E3 zeigte erste Spielszenen und lies hoffen, dass der einzigartige Duke bald wieder diskriminierende Sprüche klopft und seinen Sold in Stip-Clubs investiert. Doch die Entwickler entschieden sich kurz daraufhin dafür, alles noch einmal umzukrempeln und von vorne anzufangen. Seither tauchen hier und da in unregelmäßigen Abständen ein paar Info-Häppchen auf, die letztendlich nichts anderes bewirken, als die treue Fangemeinde immer mehr zu verbittern.

 

Ende 2007 glaubte wohl niemand mehr daran, dass Duke Nukem Forever jemals erscheinen würde. Im Gegenteil: Ein forever unfertig war viel wahrscheinlicher. Die Entwicklung ging seit Jahren so schleppend voran, dass die Grafik-Engine mehrmals gegen eine zeitgemäßere ausgetauscht werden musste, was die Arbeiten erneut zurückwarf. Auch war es für 3D Realms schwer, talentierte Designer und Programmierer zu finden. Denn wer will schon gerne bei einem Arbeitgeber landen, der dafür bekannt ist, dass seine Spiele niemals fertig werden?

 

Im Dezember 2007 veröffentlichte 3D Realms schließlich einen kurzen Teaser-Trailer, der erneut auf eine Fertigstellung von Duke Nukem Forever aufmerksam machen wollte. Ja klar, der Duke soll kommen? Hahaha, niemals! Doch gibt es Hoffnung: Jason Hall durfte vor wenigen Tagen für die Premiere seiner neuen Internet-Show kurz in die Rolle des Dukes schlüpfen. In seinem Video werden erstmals echte Spielszenen (ab 2:34) der Neuauflage gezeigt

 

Mir persönlich geht das Hin und Her so ziemlich auf den Keks. Und irgendwie bezweifle ich auch, dass die Fortsetzung, wenn sie denn käme, die über Jahre hinweg aufgebauschten Erwartungen der Fangemeinde erfüllen kann. Das ist wie im Kino: Wer mit sehr hohen Erwartungen in einen Film geht, kann fast nur noch enttäuscht werden. Aber ich lasse mich von Duke Nukem Forever auch gerne vom Gegenteil überzeugen – when it’s finaly done.

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