Henning: „Schnauzer verzweifelt gesucht“!“

Henning: links ohne Schnauzer (freiwillig), rechst ohne Schnauzer (unfreiwillig)

Henning: „Ja, das da oben sind Vorher-nachher-Fotos – man sieht es leider nur nicht.“

14. Movember! Nach 2 Wochen hat der Movember einige Zweifel bei mir hervorgerufen. Sollte ich an meinem Vorfahren zweifeln? Oder an meiner Freundin? Oder gar an meiner Männlichkeit? Wenn es nach den Fragen und Kommentaren geht, die ich ständig zuhören bekomme, ja. Denn seit dem Start des Movember höre ich von Freunden und Kollegen Dinge wie „Ich dachte, du machst auch bei diesem Movember-Ding mit.“ Oder „Sag mal, wieso hast du deinen Schnäuzer schon wieder abrasiert?“.

Der Grund für diese Äußerungen ist mein nicht vorhandener Bartwuchszwischen Oberlippe und Nase. 14 Tage, kein Rasierer, viel Hoffnung ­– alles vergebens. Dort wächst nichts. Aber woran liegt’s? Spontan fallen mir da drei Gründe ein.

1. Die Gene:
Haben mir meine Vorfahren etwa nicht das Bartwuchs-Gen vererbt? Ehrlich gesagt, kann es an denen eigentlich nicht liegen. Denn sowohl Vater als auch beide Großväter sind oder waren Vollbartträger aller erster Güte. Die einzig lichte Stelle ihres Haarwuchses befand sich auf dem Kopf.

2. Die Freundin: Wächst da vielleicht doch was und es wird mir im Schlaf nur von meiner Liebsten abrasiert? Ein Motiv hätte sie: Sie hasst Schnauzer (Hunde ausgeschlossen). Aber wie überführt man eine klingenschwingende Bart-Vernichterin? Einfachste Methode: woanders übernachten. Zum Glück musste ich gestern sowieso beruflich nach Stuttgart. Doch heute Morgen das gleich Spiel. Trotz knapp 700 Kilometer Entfernung zwischen ihr und mir blieb die Haut glatt.

3. Die Hormone: Fehlt mir Testosteron und damit Männlichkeit? Meine kurze Recherche ergibt, dass Testosteron tatsächlich den Bartwuchs beeinflusst. So sorgt eine Testosteron-Therapie bei Männern mit geringem Bartwuchs für sprießende Gesichtshaare. Das klappt allerdings nur, wenn überhaupt Bartwuchs vorhanden ist. Wo nichts ist, kann also auch nichts gestärkt werden! Das beruhigt. Auch ohne Oberlippenbart bin ich ein ganzer Mann.

 Besten Gruß, Euer Henning

 PS. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Bis zum Ende des Movembers passiert vielleicht ja doch noch was. Und wenn nicht, habe ich wenigstens etwas Gutes für die Prostatakrebsaufklärung getan. Wer das auch möchte, kann sich uns anschließen und auch noch beim Movember mitmachen. Oder Geld spenden – nämlich dem Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe.

Unser Blogger des Tages: Henning Lenertz (25), Redaktions-Trainee, kratze bisher jeden Anflug von Flaum unter seiner Nase weg. Der Movember gibt ihm nun die Chance, herauszufinden, ob er nach 4 rasierfreien Wochen über das Milchbart-Stadium hinauskommt.



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